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Sechs Jahre nach dem Start rollt das einmillionste Modell vom Band in Oxford

Mini macht die erste Million

Siehe Bildunterschrift
Gruppenbild mit BMW
Millionär: Mini # 1.000.000 läuft vom Band
Einen Klassiker wie den Mini neu zu beleben, war für BMW zweifellos ein mutiges Unterfangen. 100.000 Exemplare in den Kernjahren waren anfangs angepeilt, doch das Auto schaffte de facto rund das Doppelte. Sechs Jahre nach dem Start durchbricht der kleine Engländer jetzt bereits die Millionen-Marke. Kunde des Jubiläumsmodells ist die BMW-eigene Traditionsabteilung, die ihre Fahrzeugsammlung um einen individuell aufgehübschten Cooper S erweitert.

Äußerlich präsentiert sich das Millionending in den Farben "Pepper White" und "Almond Green" für Dach, Felgen und linken Außenspiegel - ein Sonderlack, der sich aus dem vielzitierten "British Racing Green" ableitet. Besondere Akzente sollen Grafiken auf der Motorhaube, der Fahrertür und dem Dach setzen, die sich jeweils aus einer Million kleiner Mini zusammensetzen. Die Xenonscheinwerfer mit schwarzmatt lackiertem Inlay sind ebenfalls ein Unikat.

Das weiß-grüne Farbthema des Exterieurs findet sich auch im Innenraum wieder - Sitze, Lenkrad, Schaltknauf und -balg sowie die linke Fußmatte zitieren die Zweifarbigkeit. Die Grundfarbe des Interieurs ist schwarz mit Dekoroberflächen in Piano Black und Cream White.

Der Erfolg des "Premium-Kleinwagens" lässt sich auch an der Entwicklung des Werkes Oxford ablesen: Fertigten 2001 rund 2.400 Mitarbeiter in einer Produktionsschicht maximal 300 Fahrzeuge am Tag, sind heute mehr als 4.700 Menschen damit beschäftigt, in drei Schichten an sieben Tagen in der Woche täglich bis zu 700 Autos zu produzieren. Die maximale Kapazität des Werkes pro Jahr hat sich im gleichen Zeitraum von rund 100.000 auf über 200.000 Mini erhöht, mittelfristig sind bis zu 240.000 Einheiten geplant. Insgesamt hat BMW zur Steigerung der Kapazität und für die Produktion neuer Modellvarianten eigenen Angaben zufolge seit dem Jahr 2000 rund 380 Mio. GBP (englische Pfund; aktuell rund 562 Mio. Euro) in das Werk Oxford investiert.

Mit der Vorstellung der zweiten Mini-Generation im September 2006 wurden auch die englischen Werke Hams Hall und Swindon mit in die Fertigung integriert. Sie produzieren heute im sogenannten "Mini Production Triangle in the UK" Motoren und Karosserie-Pressteile für das Werk Oxford. Insgesamt sind damit in Grossbritannien rund 6.800 Mitarbeiter in der Mini-Produktion beschäftigt. In allen drei Werken laufen derzeit die Vorbereitungen für die Serienfertigung des neuen Clubman, der unkonventionellen Kombivariante, die auf der IAA im September Premiere feiern wird.

Ob die erste Million die schwerste war, wie der Volksmund sagt, wird sich aber erst noch zeigen.
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text  Hanno S. Ritter
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