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Mit feinem Leder, mehr Ausstattung und hohen Preisen / Ab April 2007
Mini Cabrio Sidewalk: Zur Überbrückung ein Sondermodell
Ein Logo mit Schriftzug am vorderen Seitenteil und die auf Wunsch erhältliche Sonderfarbe "White Silver Metallic" als eine von insgesamt nur fünf möglichen Metallic-Lacken runden das Erscheinungsbild ab. Die Kappen der Außenspiegel sind stets in der Hauptfarbe lackiert.
Auffälliger geht es im Interieur zu, wozu die Sportsitze im Pfeifendesign im Allgemeinen und deren braune Lederpolsterung mit silberfarbenen Kedern und einem markanten Nahtbild im Speziellen beitragen. Das Leder kommt auch an den Armauflagen der Türverkleidungen, dem Schalt-/Wählhebelknauf sowie der unteren Hälfte des zweifarbig gehaltenen Lenkradkranzes zum Einsatz.
Besondere Einstiegsleisten mit "Sidewalk"-Schriftzug und spezielle, glänzende Oberflächenmaterialien auf der Blende der Instrumententafel, in der Türverleidung und an den Lautsprecherblenden prägen das Interieur zusätzlich ebenso wie das "Chrome Line"-Interieur-Paket, das vor allem Zierringe an Instrumenten und Bedieneinheiten umfasst.
Auch die Ausstattung hat BMW aufgewertet, scheut sich dabei aber nicht, in deren Auflistung Selbstverständlichkeiten wie Servolenkung, Zentralverriegelung oder elektrische Außenspiegel und Fensterheber zu mischen. Konkret gibt es zusätzlich (im Vergleich zur Motor- und Ausstattungslinie "One") Nebelscheinwerfer, das Lichtpaket mit Fußraum-, Türöffner- und Einstiegsbeleuchtung, manuelle Klimaanlage, Bordcomputer, CD-Radio, einen höhenverstellbaren Beifahrersitz und ein Multifunktionslenkrad.
Auch das sind größtenteils Selbstverständlichkeiten - die Wertschöpfung beim Mini liegt für BMW nicht zuletzt in der Aufpreisliste, die dann auch Dinge wie beheizte Außenspiegel, ISOFIX-Kindersitzbefestigungen, Beifahrerairbag-Deaktivierung oder weiße Blinkleuchten zu Geld macht. Die Unart, ESP extra zu verrechnen, gilt auch beim "Sidewalk".
Motorseitig müssen Kunden mit den alten Triebwerken vorlieb nehmen. Alle drei davon stehen zur Wahl, als Basis also die 90-PS-Maschine im "One", die für 175 km/h gut ist und 7,0 Liter im Mittel verbraucht. Häufigste Variante dürfte der "Cooper" bleiben, der mit seinen 115 PS 193 km/h schafft und 7,3 Liter durchschnittlich konsumiert. 170 PS und 215 km/h schließlich lauten die Daten des "Cooper S", dessen Verbrauch bei 8,3 Litern liegt.
Im Basismodell gibt es fünf manuelle Gänge, ansonsten derer sechs. Der Cooper ist auch mit einem CVT-Getriebe zu haben, der Cooper S mit einer sechsstufigen Wandlerautomatik - Komfort, auf den man gerade im Mini mit seinem knackigen Handschaltgetriebe verzichten mag.
Das entlastet dann auch die Haushaltskasse ein bisschen, was angesichts der erwartet hohen Preisvorgaben auch notwendig erscheint: Ab 24.100 Euro kostet der One, mindestens 25.500 Euro der Cooper und 28.600 Euro der Cooper S. Das sind zwischen rund 3.400 und 4.750 Euro mehr als regulär, doch der Vergleich ist nicht ausstattungsbereinigt: Rechnet man etwa beim "One" gerne gebuchte Extras wie größere Felgen, Metalliclack, Leder und weitere Optionen des Sondermodells hinzu, wird aus dem Preisnachteil schnell eine deutliche Ersparnis, was nur BMW offenbar aus Imagegründen so nicht sagen will.
Nun mag man einen Mini in aller Regel sowieso mehr mit dem Herzen als dem Verstand kaufen, aber die Kunden, die ab 21. April 2007 zugreifen können, werden es dem "Sidewalk" nicht übel nehmen, wenn er das Prinzip ein bisschen umkehrt - auf chice, sympathische Art.












