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Dienstag, 3. März 2026

Software-Update für Android-Infotainmentsysteme ab Baujahr 2020

Volvo kündigt sein größtes OTA-Update an

Volvo rollt sein bislang größtes Over-the-Air-Update aus. Millionen Kunden, die in einem Volvo mit Google-Infotainmentsystem unterwegs sind, sollen durch die Software-Aktualisierung von einem verbesserten "Benutzererlebnis" profitieren.

Volvo kündigt sein größtes OTA-Update an
Volvo
Kleines Display und keine Halbgradschritte, aber
künftig bessere Bedienung: Volvo-Infotainment mit OTA-Update
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Rund 2,5 Millionen Volvo-Fahrzeuge in 85 Ländern weltweit erhalten in den kommenden Wochen das sogenannte "Volvo Car UX". Es handelt sich nach den Worten von Volvos Entwicklungschef Anders Bell um eines der größten Over-the-Air-Updates in der Geschichte der Automobilindustrie.

Das Update richtet sich an Volvo-Modelle seit dem Baujahr 2020, die mit einem Infotainmentsystem auf Android-Basis ausgestattet sind. Es soll "mit der neuen Benutzererfahrung" das Leben hinter dem Steuer vereinfachen, wie der Autobauer sich ausdrückt. Das neue Layout umfasst den Angaben zufolge eine einfachere und besser sichtbare Navigation sowie eine modernere, aufgefrischte Darstellung. Volvo-Fahrer sollen so weniger Fingertipps benötigen, um zu den am häufigsten genutzten Funktionen zu gelangen.

Die größte Veränderung betrifft die Inhalte auf dem Bildschirm: Die gängigsten Apps und Bedienelemente wie Karten, Medien und Telefon werden nun direkt auf dem Startbildschirm angezeigt. Bei aktiver Navigation muss nicht mehr Google Maps verlassen werden, um auf "Medien" zuzugreifen und so die Musik zu ändern. Hinzu kommt eine neue Kontextleiste, die je nach Fahrsituation ihre Anzeige ändert und die zuletzt verwendeten Apps aufführt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten erscheint zudem das Symbol für die Außenkameras.

Bei Plug-in-Modellen können Kunden über "Fahrmodi" auf dem Startbildschirm ganz einfach auf den "Pure"-Modus zugreifen und so den reinen Elektroantrieb aktivieren.

Das Update ist kostenlos. Es schafft aber für Volvo auch die Voraussetzungen, softwarebasierte Funktionen wie zum Beispiel den Spurführungsassistenten künftig nachträglich Over-the-Air zu verkaufen. Außerdem bereitet es die Fahrzeuge auf die Integration des dialogorientierten Google Gemini vor, das im Laufe dieses Frühjahrs für die gleichen Fahrzeuge verfügbar sein soll.
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