archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Jetzt 11 Prozent weniger Tote im Rumpfjahr / Zahlen und Tendenzen in der Übersicht
Unfallstatistik Mai 2006: 18 Prozent weniger Getötete
![]() | |
| 17,7 Prozent | FF Gersthofen/Winkler |
| weniger Verkehrstote im Mai 2006 | |
Auch die Bilanz bei den im Straßenverkehr Verletzten ist positiv, wenn auch naturgemäß nicht so stark wie bei den getöteten: 5,7 Prozent Rückgang auf 38.500 Menschen haben die Statistiker hier errechnet.
Bezogen auf die ersten fünf Monate des Jahres sind ebenfalls sämtliche Parameter auf dem richtigen Weg. So sank die Zahl der aktenkundigen Unfälle um 1,4 Prozent auf 891.200 und die der mit Personenschaden um 8,4 Prozent auf 113.200. Dabei wurden 1.782 Personen getötet, dies sind 222 oder gut elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum; weitere 147.300 (minus 8,4 Prozent) wurden verletzt.
Während die Zahl der Verunglückten in allen Bundesländern rückläufig ist, gilt dies für die Getöteten in jetzt 13 der 16 (Vormonat: 11 von 16) Länder. Steigende Werte melden noch Baden-Württemberg, Hessen mund Thüringen. Die höchsten Rückgänge steuern Hamburg (-44%), Nordrhein-Westfalen (-26%), Niedersachsen (-20%) und Bayern (-19%) bei, die niedrigsten melden Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Besonders deutlich wird die rückläufige Tendenz bei einem Rückblick: So stehen den 414 Toten im Mai 2006 vor gerade einmal zehn Jahren 833 Opfer gegenüber - ziemlich genau das Doppelte. Im Mai 1985 waren 1.008 Menschenleben zu beklagen, und 1980 sogar noch 1.452.
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.
Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.












