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Samstag, 13. Juni 2026
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Verkehr & Reise Lesezeit ~ 2 Minuten

Unverzügliche Sicherung erforderlich

Bonner Autobahnbrücke voll gesperrt

Die Rheinbrücke der Autobahn 565 im Norden Bonns ist seit dem Nachmittag voll gesperrt. Grund sind erhebliche neue Schäden an dem jahrzehntealten Bauwerk. Ein jahrelanges Nadelöhr ist absehbar.

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Abermals muss eine Autobahn-Brücke in Deutschland vollständig gesperrt werden. Die Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn-Nord wurde am heutigen Nachmittag ohne vorherige Ankündigung für alle Verkehrsteilnehmer geschlossen. Die Sperrung betrifft nicht nur das Bauwerk selbst, sondern auch die Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost.

In Fahrrichtung Koblenz erfolgte die Sperrung zwischen dem Dreieck Bonn-Nordost und dem Kreuz Bonn-Nord, d.h. es sind keine Überfahrten mehr von der A59 aus Köln und Königswinter kommend auf die A565 nach Koblenz möglich. Die Anschlussstellen Bonn-Beuel und -Auerberg sind ebenfalls gesperrt.

In Fahrtrichtung Siegburg besteht die Sperrung zwischen dem Kreuz Bonn-Nord und der Anschlussstelle Bonn-Beuel, d.h. im Kreuz Bonn-Nord sind sämtliche Verbindungen auf die A565 nach Siegburg gesperrt, die Anschlussstelle Bonn-Auerberg ebenfalls. In der Anschlussstelle Bonn-Beuel sind Auffahrten auf die A565 nach Siegburg weiterhin möglich.

Als Grund für die Maßnahme nennt die zuständige Autobahn GmbH des Bundes das Ergebnis aktueller Brückenprüfungen. Diese haben den Angaben zufolge strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt. Eine "unverzügliche Sicherung" sei erforderlich. Das bereits im Februar verhängte Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, das im laufenden Betrieb vollautomatisch mittels sogenannter WIM-Anlagen überprüft wurde, hat nicht ausgereicht.

"Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar", sagt Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH. "Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse. Der Autobahn GmbH ist bewusst, dass diese Sperrung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region hat. Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet."

Angekündigt sind weitere Detailuntersuchungen, um technische Möglichkeiten zu untersuchen, mit denen die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Möglicherweise wird dann die Gewichtsgrenze noch weiter reduziert. Bis wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, bleibt offen. Schäden an der fast 60 Jahre alten Brücke wurden bereits seit langem und wiederholt festgestellt. Ein Neubau soll früheren Angaben zufolge frühestens im nächsten Jahrzehnt beginnen.
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