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3,5 Liter-V6 mit mehr Leistung bei weniger Verbrauch kommt im Sommer
Mercedes: Zweiter Anlauf für Benzin-Direkteinspritzung
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| Zehn Prozent | DaimlerChrysler |
| weniger Verbrauch: Mercedes CLS 530 CGI | |
Kern der von Mercedes und Bosch entwickelten Technik sind schnelle und hoch präzise Piezo-Injektoren für die Einspritzung, wie man sie bisher nur aus modernen Common Rail-Dieseln kannte. Mit bis zu 200 bar übertrifft das System den Kraftstoffdruck einer herkömmlichen Kanaleinspritzung um rund das 50-fache. Die Technik, die weitreichende Änderungen im Motor-Innenleben erfordert, ist die Grundlage für eine präzisere Mehrfach-Einspritzung, und diese wiederum für einen erweiterten Schichtbetrieb des Motors.
Gemeint ist damit die Ausdehnung des verbrauchssparenden Magerbetriebs auf höhere Drehzahlen und Geschwindigkeiten. So soll der Motor auch jenseits von 120 km/h noch in diesem Modus arbeiten und damit bei konstanter, vorausschauender Fahrweise bis zu 15 Prozent weniger Benzin konsumieren. Im Norm-Mittel verbraucht der Motor in der CLS-Klasse, die der Autobauer auf dem Genfer Salon präsentiert hat, 9,1 bis 9,2 Liter gegenüber 10,1 bis 10,6 der bisherigen Version - kein schlechter Wert für ein Fünf-Meter-Auto mit fast 300 PS und immerhin mindestens zehn Prozent weniger als bisher.
Neben dem Verbrauch soll die Technik aber noch weitere Vorteile bieten: Mercedes verspricht schon einmal eine bessere Laufruhe des Motors, vor allem aber weiter sinkende Rohemissionen. So sollen die erzeugten Kohlenwasserstoffe in der Warmlaufphase um mehr als die Hälfte sinken. Zudem lassen sich durch die gezielte Einspritz- und Verbrennungssteuerung höhere Temperaturen im Abgaskrümmer erzielen, die ein schnelleres Aufheizen der Katalysatoren gewährleisten.
Die Stickoxid-Emissionen verringern die Ingenieure einerseits durch eine zweiflutige, elektrisch gesteuerte und gekühlte Abgasrückführung, die je nach Motorbetrieb bis zu 40 Prozent der Abgase in die Zylinder zurückleitet, sowie andererseits durch zwei zusätzliche NOx-Speicherkatalysatoren. Während des Magerbetriebs absorbieren diese Katalysatoren die Stickoxide und geben sie in kurzen Regenerationsphasen wieder frei, so dass die Schadstoffe mithilfe der anderen Abgaskomponenten zu unschädlichem Stickstoff reagieren.
Der direkteinspritzende Motor soll im zweiten Halbjahr in der CLS-Klasse anstelle der bisherigen Version angeboten werden; mutmaßlich hält er zum Facelift im Sommer auch in die E-Klasse und später in die anderen Baureihen Einzug.












