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Babyschale zum Preis von zwei Kugeln Eis im Monat
BMW: Kindersitze als Leasing-Zubehör
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| Kindersitze als Leasing- | BMW |
| Zubehör bei BMW, hier der "Junior Seat" | |
Damit Kinderfreundlichkeit kein leeres Wort bleibe, habe man selbst sich nun entschlossen, Kindersitze und anderes Zubehör optional in die Verträge aufzunehmen, und zwar mit einer Vollamortisation, was dem Leasing-Gedanken etwas widerspricht, bei einem Kindersitz aber auch nicht anders denkbar ist.
BMW macht dabei beispielhaft die Rechnung anhand eines neuen 320d Touring auf. Hier kostet die Fahrzeug-Leasingrate bei dreijähriger Laufzeit und insgesamt 45.000 Kilometern Laufleistung monatlich 306,21 Euro. Wird in den Vertrag der hauseigene ISOFIX-Kindersitz "Baby Seat" integriert, so erhöht sich die Monatsrate um 13,41 Euro. Nach 36 Monaten Laufzeit - das Baby entdeckt längst auf eigenen Beinen die Welt - haben die Eltern 482,76 Euro an Leasingraten für den Sitz bezahlt, der dann in ihren Besitz übergeht und also verkauft oder in anderen Autos bzw. für andere Kinder weiter benutzt werden kann.
Ziehe man hiervon den Anschaffungspreis für den Kindersitz von 425 Euro ab, so rechnet der Autobauer weiter vor, ergebe sich eine monatliche Belastung von 1,60 Euro, eben jene zwei Kugeln Eis in einer Großstadt. So weit, so richtig, aber trotzdem scheint uns die Rechnung fragwürdig: Abgesehen davon, dass es im Handel gute Kindersitze zu weit günstigeren Preisen als im BMW-Zubehör gibt, haben Kunden für den Sitz nach den drei Jahren insgesamt mehr als 13,5 Prozent Zinsen bezahlt. Das ist zweifellos billiger als ein Dispo-Kredit, aber nicht eben ein wirklich gutes Angebot.
Der genannte Sitz übrigens ist nur für Kinder im Alter bis etwa 18 Monaten geeignet. Deswegen bietet BMW auch die Kombination aus "Baby Seat" und "Junior Seat" im Leasingmodell an; letzter ist passend für Kinder bis etwa sieben Jahre. Die Belastung, wiederum die Kaufpreise zugrundegelegt, errechnet sich hier mit 2,94 Euro.












