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Vor allem Versicherungen treiben den Aufbau voran
Studie: Werkstattketten sind in den Startlöchern
Vor allem Versicherungen treiben den Aufbau solcher Werkstattnetze voran, heißt es in der Studie. Sie folgten damit dem Beispiel der HUK Coburg, die schon länger mit zahlreichen freien Werkstätten fest kooperiert. Fast jeder zweite Versicherer könne sich vorstellen, ein eigenes Netz aufzubauen, zwei Drittel erwarteten sich Vorteile davon, auf einen solchen Verbund zurückzugreifen.
Die Untersuchung zeigt, dass die Marktführer sogar mit überwältigender Mehrheit planen, binnen dreier Jahre ein Werkstattnetz aufzubauen. Kleinere Anbieter werden diese Netze - gegen Gebühr - ebenfalls fast durchgängig nutzen. Parallel planen die Versicherungen, mehr und mehr Kaskoprodukte anzubieten, die an die Nutzung bestimmter Werkstätten gebunden sind. Diese Verträge sollen sich in drei bis fünf Jahren am Markt etablieren und für die Auslastung der Netze sorgen. Fünf von sechs Gesellschaften mit einem hohen Marktanteil - regional oder national - erwarten, dass sich die neuen Policen bis spätestens 2008 durchgesetzt haben werden. Die befragten Top-Entscheider erwarten, dass die Netzbetreiber zu 56 Prozent ausschließlich mit freien Werkstätten kooperieren. Vertragswerkstätten werden hier mit einem Anteil von nur einem Viertel klar das Nachsehen haben.
Die Vorteile der Kooperation haben allerdings auch bereits die Anbieter von Reparaturleistungen selbst erkannt: Unternehmen wie Motorcare oder ReparaturPartnerDirekt haben sich darauf spezialisiert, mit Werkstätten zusammenzuarbeiten und Aufträge etwa für Versicherte von Axa oder Alte Leipziger innerhalb eines Netzes zu vermitteln. Auch die Werkstätten selbst und andere Unternehmen, etwa Autohersteller oder Ersatzteilanbieter, wollen in den kommenden Jahren den Aufbau institutionalisierter Netze forcieren, die mit den Versicherungen teils sogar auf Vertragsbasis kooperieren werden.











