archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Sonderprüfung findet kein Fehlverhalten
VWs Chef-Lobbyist kehrt zurück
Entsprechend kehrt der beurlaubte und von seinen Aufgaben freigestellte Dr. Thomas Steg deshalb mit sofortiger Wirkung in seine Funktion als Leiter der Konzern-Außenbeziehungen von Volkswagen zurück. "Ich war sicher, mich arbeits- und dienstrechtlich korrekt verhalten zu haben. Dennoch habe ich mich gefragt, ob ich damals, im Frühjahr 2013, nicht noch mehr hätte unternehmen können, um den Test in den USA zu verhindern", lässt sich Steg zitieren. "Ich bedauere sehr, dass ich damals nicht anders gehandelt habe und entschuldige mich dafür."
Zu einer guten Unternehmenskultur gehöre es auch, dass Mitarbeiter nach vollständiger Aufklärung eines Sachverhalts mit entlastendem Ergebnis voll umfänglich rehabilitiert würden, erklärte Hiltrud D. Werner, Vorstand für Integrität und Recht der Volkswagen AG.
Die jetzige Sonderprüfung bezog sich auf jene Studien, die die ehemalige rechtlich selbstständige "Europäische Forschungseinrichtung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor e.V." (EUGT) in Auftrag gegeben hatte unter besonderer Berücksichtigung der Abläufe in einer US-amerikanischen Studie an Primaten. Werner sagte, man werde darüber hinaus eine unabhängige Überprüfung sämtlicher Versuchs-, Studien- und Forschungsprojekte, an denen das Unternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt gewesen sei, in der zweiten Jahreshälfte abschließen. Volkswagen unterhalte allein in Deutschland 1.290 Kooperationen mit mehr als 100 Hochschulen und über 60 Forschungsinstituten.
Was Tierversuche betrifft, so seien diese für Fragen von Verkehr und Mobilität "verzichtbar und nicht akzeptabel", so Werner, es sei denn, der Gesetzgeber schreibe sie zwingend vor. Grundsätzlich werde für zukünftige Forschungsvorhaben die Berücksichtigung deutscher Ethiknormen weltweit verpflichtend eingeführt.











