archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Schlittenanlage simuliert Seitwärts- und Drehbewegungen
VWs neue Crashtest-Anlage ist realitätsnäher

Volkswagen
Interessante Gebilde testet VW da
auf der Schlittenanlage im neuen Crashtest-Zentrum
Auf der neuen Schlittenanlage sind Versuche mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und einem Gesamtgewicht von bis zu drei Tonnen möglich. Die Länge des Unterflur-Seilzug-Schienensystems im Hallenboden beträgt über 140 Meter. Ein komplexes Hydrauliksystem könne sogenannte vorgebremste Unfallszenarien realitätsnah simulieren, erklärt Dr. Gunnar Koether, Leiter Fahrzeugsicherheit bei Volkswagen. So besteht etwa die Möglichkeit, den Versuchsträger kurz vor dem Aufprall nach vorn "nicken" und zur Seite gieren zu lassen, wie dies bei realen Unfällen oft der Fall ist. Laut VW setzt dies Maßstäbe in der Unfallforschung.
Durch ein Wechselpaletten-System kann parallel zum Schlittenversuch bereits der nächste Test vorbereitet werden, was die Taktung erhöht. Immerhin rund 800 Schlittentests werden jährlich in der Technischen Entwicklung von Volkswagen durchgeführt.
Im Erdgeschoss der Halle sind neben dem neuen Schlittensystem zahlreiche Prüfstände untergebracht. Im ersten Stock werden die Versuchsträger für die Crashtests vorbereitet und anschließend untersucht. Im zweiten Stock befinden sich die Arbeitsplätze der Entwicklungsmannschaft. Der neue Hightech-Schlitten wurde in direkter Nachbarschaft der zweiten Crashanlage gebaut, die bereits 1988 in Betrieb genommen wurde. Beide Anlagen werden über die gleiche Messwarte gesteuert.











