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Künftig 72 Einheiten täglich aus Dresden
VW verdoppelt Produktion des E-Golf

Volkswagen
Auf dem Parkett-Boden der Gläsernen Manufaktur
in Dresden baut VW künftig 72 statt 36 Elektro-Golf pro Tag
Im Zuge der Produktionsausweitung wird ein Großteil der ehemaligen Fertigungsmitarbeiter, die bislang zumeist am benachbarten Produktionsstandort in Zwickau und Chemnitz eingesetzt waren, wieder in Dresden tätig sein. Manufaktur-Betriebsratsvorsitzender Thomas Aehlig bezeichnete den Start in das Zweischichtsystem auch als Verhandlungsergebnis mit dem Management im letzten Jahr. Man habe zudem die Zusicherung einer nachhaltigen Auslastung des Standorts über den aktuellen e-Golf hinaus erreicht. "Gemessen an der Ausgangsposition nach dem Stopp der Phaeton-Fertigung ist das eine großartige Entwicklung, für die wir uns nicht umsonst stark gemacht haben."
Volkswagen hat bereits angekündigt, das Werk in Zwickau 2019/20 komplett auf E-Autos umzustellen. Die Gläserne Manufaktur in Dresden soll nach den Worten von Prof. Dr. Siegried Fiebig, Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen, davon partizipieren und damit eine "klare Perspektive als Center of Future Mobility" haben.
Ein Hauptgrund für die Produktionssteigerung ist der Erfolg des sog. "Umwelt- und Zukunftsprogramms" von VW in Deutschland, das Kunden, die ein älteres Dieselfahrzeug der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 verschrotten, beim Kauf eines e-Golf eine Prämie in Höhe von 11.760 Euro (inkl. 2.000 Euro staatlicher Umweltbonus) bietet. Der Basispreis des Wagens mit inzwischen 300 Kilometer Norm-Reichweite sinkt damit auf gut 24.000 Euro.
Parallel zur Kapazitätserweiterung in der Produktion kommt auch eine solche für die Besucher: Ab sofort gibt es einen "langen Donnerstag" mit Führungen durch die Gläserne Manufaktur in den Abendstunden angeboten. Eine weitere Ausweitung der Öffnungszeiten soll folgen.











