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1 Milliarde Euro für Fabrik in Mexiko
Daimler und Renault/Nissan bauen Gemeinschaftswerk

Hersteller
Daimler und Renault/Nissan
bauen in Gemeinschaftswerk in Mexiko
Das neue Werk entsteht in nächster Nähe zu einem bereits bestehenden Nissan-Standort und soll nach Fertigstellung 300.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Der Produktionsstart der ersten Infiniti-Modelle erfolgt der Planung zufolge 2017, im Folgejahr folgen Mercedes-Modelle. Die Investitionskosten werden auf rund eine Milliarde Euro beziffert, die beide Partner zu gleichen Teilen schultern wollen. Die neue Fertigungsstätte soll voraussichtlich 2021 ihre volle Kapazität erreichen und dann einschließlich Entwicklung und Produktion 5.700 Mitarbeiter beschäftigen.
Ghosn erklärte, die gemeinsame Entwicklung und Produktion von kompakten Premiummodellen in Mexiko sei eines der größten Projekte der Renault-Nissan-Allianz und der Daimler AG. "Das neue Joint Venture demonstriert auch, welches globale Ausmaß unsere in Europa gestartete Zusammenarbeit erreicht hat." Zetsche sagte, man werde in Aguascalientes die erfolgreiche Partnerschaft auf das nächste Level heben, indem man die Stärken von Daimler und Nissan in eine gemeinsame Produktionsstätte einbringe. "Nur vier Jahre nach der Gründung unserer Kooperation ist die Entscheidung für das neue Werk in Mexiko ein wichtiger Meilenstein."
Nissan ist seit 1992 an dem mexikanischen Standort vertreten. Erst im vergangenen November hat Nissan dort den ersten Abschnitt eines neuen, zwei Milliarden teuren Fertigungskomplexes eröffnet. Dieser insgesamt dritte Produktionsbereich steigert die Gesamtkapazität auf 850.000 Fahrzeuge pro Jahr. Mit dem neuen Joint Venture wird die jährliche Produktionsleistung eine Million Einheiten pro Jahr übersteigen.
Die französisch-japanisch-deutsche Industriekooperation von Daimler und der Renault-Nissan-Allianz begann im April 2010 mit drei Projekten, die hauptsächlich einen europäischen Fokus hatten. Seitdem ist das Projektportfolio auf zwölf wichtige Projekte angewachsen. Erst am Vortag hatten Infiniti und Daimler den Startschuss für die Produktion von Vierzylinder-Ottomotoren in Decherd im US-Bundesstaat Tennessee bekannt gegeben, die die Mercedes C-Klasse und den Infiniti Q50 antreiben. Noch in diesem Jahr werden die Partner die gemeinsam entwickelten Neuauflagen der Kleinstwagen Smart und Renault Twingo auf den Markt bringen. Der Twingo und der Smart-Viersitzer laufen bei Renault in Slowenien vom Band, der Zweisitzer-Smart wie bisher im französischen Hambach.











