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Standort Győr wird zu einem vollwertigen Werk ausgebaut

Audi: 20 Millionen Motoren aus Ungarn

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Audi hat am ungarischen Audi
Győr 20 Millionen Motoren produziert
Audi produziert nicht nur in Süddeutschland, sondern auch in Belgien, Spanien und Ungarn. Dort, am Standort Győr, ist heute der 20millionste Motor gebaut worden. Das Jubiläums-Aggregat, ein 2,0 TDI mit 170 PS, wurde in ein vor Ort produziertes Audi TT Coupé montiert, das an einen belgischen Kunden geht. Derzeit arbeiten 3.950 direkte Mitarbeiter in der Motorenfertigung in Győr. 270 Motorenvarianten laufen dort vom Band - vom Vierzylinder mit schlappen 75 PS bis zum Zwölfzylinder mit satten 570 PS. Die Aggregate werden in mehr als 40 Modelle des gesamten Volkswagen-Konzerns an 26 Standorten weltweit eingebaut. "Nahezu alle Motoren in Audi-Modellen stammen aus Győr", erklärt Frank Dreves, Audi-Produktionsvorstand und Vorsitzender der Aufsichtskommission der Audi Hungaria Motor Kft.

Die Motorenproduktion in Győr startete 1993 mit einer Vorserie, 1994 begann die Serienfertigung des Vierzylinder-Fünfventilmotors. Seit 1997 werden am Standort die Sechs- und Achtzylinder-V-Motoren hergestellt, seit 2000 auch Vierzylinder-R-Dieselaggregate mit Pumpe-Düse-Technik, seit 2007 mit Common-Rail-System. Von dieser Baureihe mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum werden alleine 2.300 Einheiten täglich hergestellt. Mit der Eröffnung des neuen Motorenanlaufcenters im Jahr 2010 konzentrieren sich die Experten neben den Serienmotoren auch auf die Produktion von Versuchsaggregaten.

Das Werk Győr im Dreiländereck Ungarn, Slowakei und Österreich wird derzeit von einem reinen Montagestandort hauptsächlich für TT Coupé, TT Roadster und A3 Cabriolet zu einem vollständigen Produktionswerk mit Karosseriebau und Lackiererei ausgebaut. Dazu investiert Audi früheren Angaben zufolge bis Ende 2013 rund 923 Millionen Euro in den Standort und schafft 1.800 neue Arbeitsplätze. Das Lohnniveau liegt bei etwa einem Fünftel des deutschen Standards.
Leserbrief Autokiste folgen date  08.04.2011  —  # 9384
text  Hanno S. Ritter
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