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Joint Venture mit Sitz in München und Mulhouse / Produktionsstart 2014

BMW und PSA: 100 Millionen Euro für das Hybridprojekt

Die BMW Group und PSA Peugeot Citroën wollen 100 Millionen Euro in ihr geplantes Joint Venture für Hybridtechnik investieren. Das kündigten beide Unternehmen heute auf einer Pressekonferenz in Genf an. "BMW Peugeot Citroën Electrification" soll vom Großraum München (F&E) und Mulhouse (Produktion) aus operieren. Group und PSA haben nach den Worten von BMW-Chef Norbert Reithofer die gleiche Vorstellung über die Bedeutung der Hybridisierung in der Zukunft. Das Joint Venture werde es ermöglichen, strategischer und mit einem gebündelten, gemeinsamen Ansatz zu handeln. "Sich partnerschaftlich zusammenzuschließen bedeutet für uns auch signifikante Skaleneffekte, geteilte Entwicklungskosten, die Verwendung von standardisierten Komponenten und einen schnelleren Entwicklungsprozess", so Reithofer.

Vorbehaltlich der Zustimmung der relevanten Wettbewerbsbehörden wird das Joint Venture im zweiten Quartal 2011 seine Arbeit aufnehmen. Bis zum Jahresende sollen etwa 400 Mitarbeiter für das neue Unternehmen arbeiten, die sich zum Großteil aus Mitarbeitern beider Konzerne zusammensetzen. Darüber hinaus sollen 100 neue Stellen geschaffen werden, die extern besetzt werden sollen. Hauptsächlich werden Ingenieure mit Spezialisierung in den Gebieten Elektromobilität und Elektronik gesucht.

Der Großraum München soll Standort für Forschung und Entwicklung werden, während die Produktion in Mulhouse (Frankreich) angesiedelt werden soll. Sie soll im Jahr 2014 starten.

BMW und PSA arbeiten bereits seit fast zehn Jahren zusammen. 2002 haben beide Partner vereinbart, gemeinsam 4-Zylinder-Benzinmotoren zu entwickeln und zu produzieren. Von 2006 bis 2010 wurden über 1,8 Millionen Motoren für diverse Modelle der Marken Mini, Peugeot und Citroën gefertigt. Im Februar 2010 hatten beide Konzerne angekündigt, auch die Nachfolgegeneration dieses Motors gemeinsam zu entwickeln, im Oktober 2010 folgte die Absichtserklärung hinsichtlich der Zusammenarbeit bei Hybridsystemen.
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text  Hanno S. Ritter
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