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Mittwoch, 27. Mai 2020,
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Megacity Vehicle wird i3 heißen / Plug-in-Hybrid-Sportwagen kommt als i8

BMW i: Neue Submarke startet 2013 mit zwei Modellen

BMW i: Neue Submarke startet 2013 mit zwei Modellen
Bild anklicken für Großansicht Das "Megacity Vehicle"
wird BMW i3 heißen
BMW
Die neue Submarke von BMW für Elektroautos wird i heißen, BMW i. Im Jahr 2013 sollen die ersten beiden Modelle namens i3 und i8 erscheinen. Es handelt sich um die Serienversionen des bisher als Megacity Vehicle bekannten Stadtautos und der Sportwagen-Studie "BMW Vision EfficientDynamics". BMW i lautet erwartungsgemäß der Name der neuen Submarke von BMW. BMW i mit dem Slogan "Born Electric" soll wie das M der M GmbH als eigene Untermarke wahrgenommen werden, und wird sich in vielerlei Hinsicht von einem reinen Namen wie etwa dem X der SUV-Modelle unterscheiden.

BMW i stehe für eine neue Art von Premiummobilität, sagte BMW-Marketing- und Vertriebsvorstand Ian Robertson, am Montag auf einer Pressekonferenz in München. Mit der Einführung der neuen Submarke stärke die BMW Group ihre Position als "innovativster und nachhaltigster Automobilhersteller". Robertson: "Die Fahrzeuge und Dienstleistungen von BMW i verfolgen einen revolutionären Ansatz: sie sind maßgeschneidert für nachhaltige Mobilität mit Premiumanspruch. Damit bricht für die Automobilindustrie eine neue Ära der individuellen Mobilität an. Dafür steht BMW i – born electric."

Erste Modelle sind der BMW i3 und der BMW i8, die beide 2013 in dieser Reihenfolge auf den Markt kommen sollen. Der i3 ist die Serienversion des als Megacity Vehicle schon seit Jahren durch die Gazetten geisternden Elektro-Stadtautos, der i8 wird von der Studie Vision EfficientDynamics abgeleitet und setzt auf Plug-in-Hybrid-Technik. Beide Fahrzeuge basieren auf einem von BMW als revolutionär gepriesenen Konstruktionsprinzip, der sogenannten "LifeDrive"-Architektur. Ein Chassis aus Aluminium beherbergt jeweils den Antriebsstrang, die aufgesetzte Fahrgastzelle besteht in beiden Autos aus hochfestem, aber extrem leichtem CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff). Damit soll das Gewicht der Lithium-Ionen-Batterien ausgeglichen und die markentypische "Freude am Fahren" sichergestellt werden.

Unter, zwischen und über i3 und i8 sei noch Platz, hieß es bei der Vorstellung, vulgo: Wenn das Konzept nicht völlig floppt, werden weitere i-Modelle nachgeschoben.

BMW i3 und i8 werden das BMW-Logo tragen, allerdings in einer abgewandelten Form: Ein dreidimensionaler Ring in dem gleichen Blauton wie der des Propellers wird das - schräggestellte - Emblem einrahmen. Beide Modelle werden einen Kühlergrill im BMW-Stil erhalten, um die Markenzugehörigkeit zu betonen und den Wiedererkennungseffekt zu sichern. Der Kühlergrill wird allerdings seiner ursprünglichen Funktion des bei Elektrofahrzeugen überflüssigen Kühllufteinlasses beraubt; die Niere wird überdies blau ausgeführt oder illuminiert sein.

Neues Erkennungszeichen ist eine Neuinterpretation der C-Säule. Anstelle des sogenanntes Hofmeisterknicks der klassischen BMW laufen die Linien hier parallel aus. BMW nennt das "Streamflow"-C-Säule. Die zusammenlaufenden Linien sollen die Ausrichtung des Designs an den aerodynamischen Anforderungen der Fahrzeuge visualisieren. Auch die aerodynamischen Anlaufflächen im Schweller, die so genannten "Aeroflaps", zeigen diese Philosophie. Die Heckleuchten setzen jeweils auf eine Weiterentwicklung des L-Designs von BMW hin zu einer asymmetrischen Form eines flachen Us. Große Räder mit schmaler Bereifung ist ein weiteres Merkmal der i-Modelle.

Die Produktion von BMW i3 und BMW i8 wird in Leipzig erfolgen - die sächsische Metropole wird mit BMW und dem als sicher geltenden Ausbau des dortigen Porsche-Werks immer mehr zu einer Autostadt. BMW will 2013 rund 400 Mio. Euro in neue Gebäude und Anlagen investieren und rund 800 Arbeitsplätze geschaffen.
Neben Autos hoher Fokus auf Mobilitätsdienstleistungen
BMW i kümmert sich aber nicht nur um Autos, sondern auch um das, was man gemeinhin als Mobilitätsdienstleistungen bezeichnet. Damit soll langfristig ein neues, profitables Geschäftsfeld entstehen und neue Kunden an die Marken des Unternehmens herangeführt werden.

Geplant ist nach den Worten von Robertson, das bestehende Engagement bei fahrzeuggebundenen Dienstleistungen unter dem Stichwort "ConnectedDrive" mit BMW i deutlich zu erweitern. Im Fokus stehen dabei Lösungen zur besseren Nutzung vorhandenen Parkraums, intelligente Navigationssysteme mit ortsabhängigem Informationsangebot, intermodale Routenplanung sowie Premium-Carsharing.

Neben selbst entwickelten Serviceangeboten setzt BMW auf Kooperationen mit Partnerunternehmen sowie auf strategische Kapitalbeteiligungen bei Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen. Zu diesem Zweck wurde die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures gegründet. Ihr Ziel besteht darin, das Produktportfolio von BMW i mit Beteiligungen an hoch innovativen Dienstleistungsanbietern langfristig zu erweitern. Die Gesellschaft wird mit bis zu 100 Millionen US-Dollar ausgestattet.

Eine erste Beteiligung wurde mit dem New Yorker Unternehmen My City Way abgeschlossen. My City Way ist eine Mobile App, die für mehr als 40 Städte in den USA Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verfügbaren Parkplätzen und lokalen Unterhaltungsangeboten anbietet. Weitere 40 Städte, darunter auch München, sollen im Zuge einer globalen Markteinführung folgen.
Leserbrief Autokiste folgen date  21.02.2011  —  # 9299
text  Hanno S. Ritter
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