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Alle Zahlen und Tendenzen in der Übersicht / Mit Herstellerwertung
Marktbericht Juli 2010: Noch kein Aufschwung in Sicht
So wie im Vorjahr prämienbedingt vor allem kleine Autos gefragt waren, geht deren Beliebtheit jetzt weiter zurück. Während das Mini-Segment um über 50 Prozent einbüßte, konnte die Obere Mittelklasse um gut 22 und die Geländewagen/SUV sogar um knapp 38 Prozent zulegen. Auch Sportwagen waren wieder stärker gefragt (+ 18,6 %).
Mit 19.300 Neufahrzeugen befinden sich die Lkw auf Wachstumskurs (+7,4 %). Bei den Sattelzugmaschinen gab es mit 65,6 Prozent eine beachtliche Aufwärtsbewegung. Diesem Trend konnten die Zugmaschinen der Land- und Forstwirtschaft, aber nicht die Busse folgen. Auch der Kraftradmarkt ist weiterhin rückläufig.
Bezogen auf die Hersteller konnten im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat Porsche, Mercedes, Smart und BMW/Mini positive Zahlen verbuchen, während Opel, Ford und auch VW deutliche Einbußen hinnehmen mussten. VW verliert auch insgesamt erneut an Marktanteil, wenn auch noch immer jedes dritte neue Auto aus dem VW-Konzern kommt. Bei den Importeuren gab es überwiegend rote Zahlen, an der Spitze steht hier Lancia mit fast 69 Prozent Minus. Etwas zu feiern hatten lediglich Jaguar und Land Rover. Diese beiden Marken sowie Nissan sind die einzigen mit einem positiven Vorzeichen beim Vergleich der ersten sieben Monate des Jahres mit dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil privater Zulassungen stieg auf 46,4 Prozent.
Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich im Juli mit rund 663.000 entsprechend plus 6,4 Prozent umgemeldeten Kfz positiv. Mit 572.500 Besitzumschreibungen lag der Pkw-Markt 7,4 Prozent über Vorjahresniveau. Der Anteil der jungen Gebrauchten (bis zu 12 Monate alt) lag bei 11,7 Prozent. Im Nutzfahrzeugbereich wechselten über 24.000 Lkw den Besitzer (-4,6 %). Bei den Sattelzugmaschinen gab es ein Plus von 6,8 Prozent, bei den Bussen sogar von 38,3 Prozent. Auch bei Motorrädern war eine Steigerung zu beobachten. Die insgesamt positive Entwicklung des Gebrauchtmarktes spiegelt sich in allen Bundesländern außer Berlin (-0,5 %) und Rheinland-Pfalz (-7,3 %) wieder. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein weisen die höchsten Zuwachsraten auf.
Weitere Daten und Tendenzen entnehmen Sie bitte den verlinkten Übersichten.











