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1.272 Insolvenzen im Jahr 2009 / Fahrzeughandel besonders betroffen
15 Prozent mehr Pleiten im Kfz-Gewerbe 2009
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| 687 Autohäuser | ProMotor/ZDK |
| meldeten 2009 Konkurs an | |
Den höchsten prozentualen Anstieg der Insolvenzen erlebte im Jahr 2009 der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör. Hier gerieten 151 Betriebe in Schwierigkeiten, das waren 40 mehr als im Jahr 2008 (+ 36 Prozent).
Deutlich stabiler gingen die Reparatur- und Servicebetriebe durch das vergangene Jahr: 309 Insolvenzverfahren von Werkstätten sind vergleichsweise moderate 14 Fälle oder 4,7 Prozent mehr als 2008. Interessanterweise sind dabei die Insolvenzen im Nutzfahrzeugbereich sogar um ein Drittel auf 14 Fälle gesunken, während im Bereich Pkw und Transporter bis 3,5 Tonnen bei 295 zahlungsunfähigen Betrieben ein Plus von 7,7 Prozent zu verzeichnen war (2008: 274 Betriebe).
Für das laufende Jahr ist der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) verhältnismäßig optimistisch: Die Zahl der Insolvenzen könnte 2010 etwas geringer ausfallen als im vergangenen Jahr, hatte ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes vergangene Woche gesagt. "Wir haben in den vergangenen Jahren jeweils etwa ein Prozent der Betriebe verloren, in schlimmen Jahren waren es bis zu zwei Prozent", so Hülsdonk. Allerdings werde mehr als die Hälfte der Betriebe in anderer Form fortgeführt, in vielen Fällen sei eine Insolvenz die Grundlage für einen vernünftigen Neuanfang.
Zum Jahresende 2009 zählte die Branche nach Angaben des ZDK bundesweit insgesamt 38.300 Kfz-Meisterbetriebe, davon waren 18.250 fabrikatsgebundene Autohäuser und 20.050 freie Werkstätten.












