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Durchgehende Autobahn von Dänemark bis Österreich
A7: Lückenschluss bei Nesselwang endlich fertig
An dem letzten, knapp 15 Kilometer lange Abschnitt der nun insgesamt 968 Kilometer langen Autobahn wurde seit sieben Jahren gearbeitet. Wegen des Konkurses eines Stahllieferanten und der stark gestiegenen Stahlkosten wurde die Konstruktion der 557 Meter langen Talbrücke Enzenstetten auf Beton umgestellt, was die Verkehrsfreigabe um rund ein Jahr verzögert hat. Auch jetzt kann die Brücke nur einspurig befahren werden; die endgültige Öffnung wird erst im Jahr 2010 erfolgen können.
Der Lückenschluss ist nicht nur für die Autofahrer von Vorteil, sondern auch für die Bewohner und Feriengäste angrenzender Ortschaften wie Nesselwang, Pfronten/Weißbach, Seeg, Enzenstetten und Hopferau, die bisher durch viele Staus, Lärm und Abgasen auf den sog. Ableitungsstrecken für Pkw und Lkw über das untergeordnete Straßennetz belastet waren. Bis zu 35.000 Kraftfahrzeuge passieren die Strecke nach Angaben der zuständigen Autobahndirektion Südbayern in Kempten innerhalb eines Tages.
Die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren für die letzten Autobahn-Kilometer begannen bereits im Jahr 1970. Es folgten zahlreiche Gerichtsverfahren und Neu- und Umplanungen. 2002 begann letztlich der Bau, 2009 nun die Eröffnung. Auf österreichischer Seite besteht keine Fortsetzung der Autobahn.












