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Samstag, 26. September 2020,
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Cayenne S mit GTS-Leistung im Rallye-Stil

Porsche Cayenne als Transsyberia-Edition

Siehe Bildunterschrift
Bild anklicken für Großansicht Porsche Cayenne
S Transsyberia
Porsche
Als Reminiszenz an die sportlichen Erfolge in der Rallye Transsyberia bringt Porsche ein Sondermodell des Cayenne zu den Händlern. Im Prinzip handelt es sich um einen GTS, der statt in Turbo-Look in Rallye-Outfit vorfährt. Premiere feiert der Cayenne S Transsyberia auf dem Pariser Autosalon im Oktober. Wie die Rallyefahrzeuge basiert auch die Straßenversion auf dem Cayenne S mit dem direkteinspritzenden, nicht aufgeladenen 4,8-Liter-Achtzylinder.

Allerdings findet im Transsyberia die um 20 PS gestärkte Motor-Variante aus dem Cayenne GTS Verwendung, die 405 PS bei 6.500 Umdrehungen leistet; das Drehmoment bleibt unverändert bei 500 Newtonmetern. Wegen der Leistungssteigerung und einer verkürzten Achsübersetzung von 4,1:1 statt 3,55:1 erreicht der rund 2,25 Tonnen schwere Geländewagen die Tempo-100-Marke in 6,1 statt 6,6 Sekunden, maximal sind 253 km/h möglich. Allzu oft sollte man das nicht ausprobieren, schließlich ist der Normverbrauch mit 15,1 Litern (manuelles Getriebe) bzw. 13,7 Litern (sechsstufige Tiptronic) schon hoch genug.

Optisch handelt es sich beim Transsyberia um eine Mischung aus dem regulären Cayenne S, dem GTS und Sondermodell-spezifischen Zutaten. So verzichtet das SUV abgesehen von den beiden Doppelendrohren auf den Turbo-Look des GTS zugunsten einer mehr Offroad-spezifischen Umsetzung und einem Zweifarb-Konzept: Neben den Rallye-Kombinationen schwarz oder silber mit orange werden auch noch die dezenteren Farbkombinationen schwarz/graumetallic sowie graumetallic/silber angeboten.

Mit Ausnahme der letztgenannten Variante sind dabei die Räder jeweils in Kontrastfarbe ausgeführt, ebenso die seitlichen Lamellen des Lufteinlassgitters, die auf Wunsch aufpreisfrei applizierten seitlichen Dekorschriftzüge "Cayenne S Transsyberia", die Außenspiegelgehäuse und das Oberteil des verlängerten Dachspoilers mit feststehendem Doppelflügelprofil. Bei den Rädern handelt es sich um die serienmäßigen Varianten in 18 Zoll Größe, nicht um die 21-Zöller des GTS. Die für das Rallyemodell charakteristische Dachbrücke mit vier Scheinwerfern ist ohne Aufpreis erhältlich, wird aber nur im Kofferraum mitgeliefert: In Deutschland ist ein Betrieb auf öffentlichen Straßen nicht zugelassen.

Serienmäßig sind sowohl das aktiv geregelte Dämpfungssystem "Porsche Active Suspension Management" (PASM) als auch die Luftfederung nebst Niveauregulierung. Wer den Cayenne wirklich im Gelände bewegen will, kann zusätzlich ein "Offroad-Technik-Paket" ordern. Es beinhaltet eine schaltbare und elektronisch geregelte Differenzialsperre an der Hinterachse, Schwellerschutz mit integrierten Skidplates, eine zweite Abschleppöse und verstärkten Schutz für Motor, Tank und Hinterachse.

Im Interieur gibt es spezielle Zierleisten auf Armaturentafelträger und Türen, ferner sind Ziffernblätter, Gurte sowie die Einfassungen der Fußmatten in der gewählten Kontrastfarbe des Exterieurs ausgeführt. Der Lenkradkranz ist aufgepolstert und mit Alcantara bezogen und in Anlehnung an den Rennsport zusätzlich mit einer in der jeweiligen Kontrastfarbe gehaltenen 12-Uhr-Markierung versehen. Dazu gibt es jede Menge Alcantara an diversen Stellen des Innenraums.

In Deutschland kommt der Cayenne S Transsyberia Anfang 2009 in den Handel. Der Preis beträgt 77.558 Euro, womit Porsche die Kunden ins Grübeln kommen lassen dürfte: Die Zahl bedeutet rund 7.000 Euro Aufpreis zum Basismodell, aber nur unwesentliche 500 Euro Ersparnis gegenüber dem GTS.

Der Begriff "Transsyberia" steht für die interkontinentale Rallye von Moskau in die rund 7.200 Kilometer entfernte mongolische Hauptstadt Ulan Bator. Porsche gewinnt das Spektakel seit 2006 mit einem oder mehreren Fahrzeugen.
Leserbrief Autokiste folgen date  08.09.2008  —  # 7417
text  Hanno S. Ritter
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