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34 Meter hoher Wirbelsturm dient der Entrauchung im Brandfall
Wirbelsturm im Mercedes-Museum: Rekord mit Hintergrund
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| Rekord-Wirbelsturm | Daimler |
| als Rauchabzug im Brandfall: Mercedes-Museum | |
Die Architektur des Mercedes-Benz-Museums stellte hinsichtlich der Entrauchung besondere Herausforderungen an Bauplaner, Architekten und Ingenieure. Die Auflagen der Genehmigungsbehörde und des Brandschutzes fordern, dass bei Rauchentwicklung alle Bereiche außerhalb der Brandebene rauchfrei sein müssen.
Die verschiedenen Ausstellungsbereiche des Museums sind jedoch durch die offen gestaltete Struktur - über Atrium und Rampen - ohne Brandabschnitte miteinander verbunden. Somit stellte sich unter dem Gesichtspunkt der Entrauchung eine anspruchsvolle Aufgabe, die mit herkömmlicher Strömungstechnik nicht umzusetzen war.
Neue Wege mussten gegangen werden: Eigens für das Mercedes-Museum wurde ein Entrauchungssystem entwickelt, das in dieser Art und Weise den Angaben zufolge weltweit einmalig ist. Im Brandfall blasen 144 Düsen, die sich entlang der Kernwände des Atriums befinden, Luft in das Atrium ein. Dadurch entsteht ein künstlicher Wirbelsturm. Der gesammelte Rauch wird dann über einen Entrauchungsventilator im oberen Bereich des Gebäudes ins Freie abgeführt.
Dieses Verfahren setzt das Prinzip des in der Natur meist verheerenden Wirbelsturms in eine kontrollierte und lebensrettende Strömungstechnik um, die neue Wege in der Architektur eröffnet.
Seit den 50er Jahren ist das "Guinness Buch der Rekorde" mit einer Auflage von 110 Millionen Exemplaren eines der erfolgreichsten Nachschlagewerke der Welt, welches inzwischen in 20 Sprachen und 100 Ländern vertrieben wird. Seit 2006 erscheint die deutschsprachige Auflage beim Verlag Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG. Wöchentlich werden etwa 800 Rekordvorschläge eingereicht.












