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Montag, 15. August 2022,
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Autobauer verlegt USA-Zentrale von Auburn Hills nach Washington

VW: Neue Strategie für das US-Geschäft

Für Volkswagen lief es in den vergangenen Jahren in den USA nicht immer so, wie es mutmaßlich hätte laufen können. Der kürzlich bestellte neue Chef soll das bald alles vergessen machen: Mit einer neuen Strategie, zu der auch ein neuer Firmensitz gehört. Die Zahl der Mitarbeiter soll deutlich sinken, im übrigen bleiben die Ankündigungen unkonkret. Stefan Jacoby, erst seit Anfang des Monats President und CEO der Volkswagen of America, erläuterte die fünf Säulen der neuen Strategie: Die Entwicklung von Produkten speziell für den US-Markt, eine Veränderung der Markenpositionierung, Adaptionen beim Händlernetzwerk und der eigenen Organisation und schließlich die Prüfung einer Produktion in den USA, auch um die Abhängigkeit von Währungsrelationen zu verringern. Details dazu wurden nicht verlautbart.

Während über ein eigenes Werk in den USA vermutlich noch einige Zeit debattiert werden wird, ist die Verlagerung des Firmensitzes von Auburn Hills bei Detroit im US-Bundesstaat Michigan nach Herndon, Virginia, im Großraum Washington, beschlossene Sache. Von den aktuell 1.400 Mitarbeitern werden rund 600 am bisherigen Standort bleiben, um Callcenter und technische Dienstleistungen wie die Fahrzeugaufbereitung fortzuführen. Voraussichtlich 400 Mitarbeiter ziehen um, die restlichen Stellen werden abgebaut. Der Autobauer setzt dabei auf natürliche Fluktuation und Aufhebungsverträge.

Nach Jacobys Willen soll der Standortwechsel die Entschlossenheit unterstreichen, im US-Markt eine stärkere Rolle zu spielen. Jacoby: "Dieser Schritt ist konsequent, denn an West- und Ostküste der Vereinigten Staaten haben wir die meisten Kunden. Dort ist die Bereitschaft der Autofahrer hoch, sich mit modernen, besonders umweltfreundlichen Antriebsstrategien zu beschäftigen, wie sie unser Konzern weltweit entwickelt." Es sei daher nur folgerichtig, dies mit dem Umzug an die Ostküste zu unterstützen.

Der Standortwechsel soll bereits im April 2008 beginnen und noch im selben Jahr abgeschlossen werden. Er betrifft neben Volkswagen of America unter anderem auch Audi of America, Audi Financial Services und die Volkswagen Credit. Das Amerika-Vertriebsnetz des Konzerns umfasst aktuell rund 600 Volkswagen- und 250 Audi-Händler.
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text  Hanno S. Ritter
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