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80 Prozent der Fertigung stammt aus Bamberg
Bosch: 10 Milliarden Zündkerzen in 100 Jahren
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| 600.000 Zündkerzen | Bosch |
| täglich fertigt Bosch im Werk Bamberg | |
Vor 105 Jahren präsentierte Bosch erstmals seine Zündkerze in Kombination mit einem Hochspannungs-Magnetzünder. Das Unternehmen erhielt am 7. Januar 1902 ein Patent auf dieses zukunftsweisende System. Die zuverlässige Zündung für die immer höher drehenden Motoren von Kraftfahrzeugen löste endgültig das "Problem der Probleme" - so Carl Benz über die Zündung der frühen Automobiltechnik.
Vor hundert Jahren fertigte Bosch nur wenige hundert Zündkerzen jährlich, heute sind es weltweit mehr als 300 Millionen Stück. Der ganz überwiegende Teil wurde mit acht Milliarden Stück im 1939 gegründeten Werk Bamberg hergestellt, der Rest für lokale Märkte und Automobilhersteller stammt aus Fertigungsstätten in Indien, Brasilien, China und Russland. In Bamberg werden aktuell rund 600.000 Einheiten produziert - täglich. Benötigt werden dafür 28 Tonnen Stahl, 1,2 Tonnen Nickel, 0,6 Tonnen Kupfer, 15 Kilometer Nickeldraht, zwei Kilogramm Platin sowie 20 Tonnen Tonerde für den Isolatorkörper.
Mehr als 1.250 Varianten sind heute bei Bosch im Programm, denn viele der modernen Aggregate haben ihre maßgeschneiderte Zündkerze. Insgesamt wurden in 100 Jahren weit über 20.000 Typen entwickelt. In einer unfreundlichen Umgebung mit Temperaturen bis zu 1.000 Grad Celsius und 100 bar Druck erreichen moderne Zündkerzen eine Lebensdauer von 20.000 bis 30.000 Kilometern, das ist etwa 20 bis 30 Mal mehr als bei den ersten Modellen. Spezielle Varianten schaffen sogar 100.000 Kilometer.












