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Vertragsunterzeichnung in Moskau / Neues Billig-Modell geplant
Volkswagen baut neues Werk in Russland
Das neue Werk wird in der Stadt Kaluga, rund 160 Kilometer südwestlich von Moskau gelegen, entstehen. Die Stadt mit rund 300.000 Einwohnern, die auch Verwaltungssitz der Landesregierung Kaluga ist, hatte VW aus rund 70 untersuchten Standorten zwischen St. Petersburg, dem Ural und dem Schwarzen Meer ausgewählt.
In der Anlaufphase sollen von der zweiten Jahreshälfte 2007 an im sogenannten SKD-Verfahren teilzerlegte Modelle der Marken Volkswagen und Škoda montiert werden, zunächst rund 20.000 Skoda Octavia pro Jahr. Parallel dazu soll die Vollfertigung mit Karosseriebau, Lackiererei und Montage aufgebaut werden, die ihren Betrieb in der ersten Jahreshälfte 2009 aufnehmen wird. Ziel sei die Verfünffachung des aktuellen Absatzes von 30.000 Einheiten bis zum Jahr 2010/11; die Werks-Kapazität liegt bei 115.000 Fahrzeugen.
Hintergrund sind die großen Wachstumschancen auf dem russischen Markt, die sich aber aufgrund hoher Zölle auf importierte Autos sich nur bei lokaler Produktion nutzen lassen. Durch die so erreichten geringeren Abgaben und in der Folge geringeren Fahrzeugpreise könne man das Marktvolumen in Russland deutlich steigern, so Pischetsrieder. Damit erhöhe sich auch die Auslastung der Komponentenwerke des Konzerns, deren Fortbestand zuletzt in der Diskussion war und den Pischetsrieder - wohl im Gegensatz zu VW-Markenchef Bernhard - offenbar grundsätzlich sichern will. Insoweit geht es im Wesentlichen um Motoren und Getriebe; die übrige Wertschöpfung soll vor Ort erfolgen. Bis zu 3.500 Mitarbeiter will VW in Kaluga beschäftigen.
Außerdem hat VW angekündigt, ein Auto speziell für den russischen Markt zu entwickeln, dessen derzeitiges Konzept - Stufenhecklimousine auf Polo-Basis mit einem Verkaufspreis unter 10.000 Euro - an den Dacia Logan erinnert, der ebenfalls auch in Russland vom Band läuft.











