archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Auch Zahl der Verletzten sinkt / Zahlen und Tendenzen in der Übersicht
Unfallstatistik August 2005: 13 Prozent weniger Verkehrstote
Insgesamt hat die Polizei im August 2005 rund 178.500 Straßenverkehrsunfälle erfasst, ein Rückgang um 1,5% gegenüber August 2004. Dabei sind die Unfälle mit Personenschaden um 6,4 Prozent auf 30.300 wesentlich stärker zurückgegangen als die Unfälle, bei denen keine Personen zu Schaden kamen (minus 0,4 Prozent auf 148.200).
Mit Ausnahme des Januar verbuchen damit alle Monate im Jahresverlauf eine positive Tendenz bei den Getöteten, zwischen 22 Prozent im März und vier Prozent im Juni. Für das Rumpfjahr ergibt sich ein gemittelter Rückgang um 8,4 Prozent auf 3.506 Menschen, bei den Verletzten um 1,6 Prozent auf 284.900. Die Zahl der erfassten Unfälle sank um 0,7% auf rund 1,45 Millionen, darunter 219.500 Unfälle (-1,7%) mit mindestens einem Verletzten und weitere 1,23 Millionen Crashs (-0,5%) mit nur Sachschaden.
In zwölf der 16 Bundesländer gab es hinsichtlich der Getöteten einen Rückgang, besonders stark im Saarland, in Schleswig-Holstein sowie in Sachsen und Hessen. Der allgemeinen Tendenz gegenläufig war die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern mit zwei Prozent Zuwachs, Sachsen-Anhalt meldet neun Prozent Plus und Bremen gar 125 Prozent, wobei hier aufgrund der absolut niedrigen Zahlen die prozentuale Tendenz nicht überwertetet werden darf.
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.
Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.











