archivmeldung Lesezeit ~ 3 Minuten
Alle Zahlen und Tendenzen in der Übersicht
Unfallstatistik 1. Halbjahr 2005: 10 Prozent weniger Verkehrstote
Aussagekräftiger als die Monatsbetrachtung sind die nun ebenfalls vorliegenden Zahlen für das erste Halbjahr. Danach registrierte die Polizei rund 1,09 Millionen Unfälle, darunter 156.400 mit Personenschaden (minus 0,7 Prozent gegenüber 1. Hj. 2004). Dabei wurden 202.077 Personen verletzt (-1,2%) und weitere 2.418 getötet. Das entspricht einem Rückgang um 268 Menschen oder 10 Prozent. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2003 errechnet sich ein Rückgang um 657 Personen entsprechend 21,4 Prozent.
Die Zahl der Straßenverkehrstoten war im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 in allen Bundesländern mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen (plus vier Prozent) und Bremen, wo sie stagnierte, rückläufig. Die stärksten Rückgänge verzeichneten das Saarland mit minus 44 Prozent, Hessen und Schleswig-Holstein, nur eine geringe Positivtendenz meldeten Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg.
Im ersten Halbjahr 2005 verunglückten im Bundesdurchschnitt 29 Menschen je 1 Million Einwohner tödlich. Weit über diesem Mittel lagen – wie schon im ersten Halbjahr 2004 – die Werte in Mecklenburg-Vorpommern mit 52, Brandenburg mit 49 und Sachsen-Anhalt mit 46, weit darunter in den Stadtstaaten Bremen (6), Berlin (9) und Hamburg (12).
Für den Zeitraum Januar bis Mai 2005 liegen schon tiefer gegliederte Ergebnisse vor. Daraus zitiert das Statische Bundesamt einen überdurchschnittlich hohen Rückgang der Unfallursache Alkoholeinfluss (-7,9%). Während die Pkw-Lenker hier sogar um 11,2 Prozent die Statistik entlasteten, ermittelten die Polizei bei den Radfahrern einen Anstieg um 7,3 Prozent.
Zu beachten ist, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die auf den von den Polizeibehörden tatsächlich gemeldeten Fällen und einer statistisch hochgerechneten Zahl an Nachmeldungen und Nachstreichungen basiert, so dass die oben genannten Zahlen nicht mit den etwa im Vorjahr für den gleichen Monat gemeldeten Werten vergleichbar sind; auch die errechnete Tendenz kann abweichen, da diese bei den Vorjahreszahlen die endgültige Höhe berücksichtigt. Nachträgliche Korrekturen nach unten gibt es ebenfalls, etwa weil sich herausstellt, dass der Unfall nicht auf einer öffentlichen Straße passierte oder der Beteiligte beispielsweise durch einen Herzinfarkt bereits kurz vor dem Crash gestorben war.
Die Statistik erfasst all jene Opfer, die bei Unfällen auf Deutschlands öffentlichen Straßen verunglückt sind, unabhängig von ihrer Nationalität. Deutsche Staatsbürger, die im Ausland ums Leben kamen, werden nicht erfasst. Verletzte, die innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall sterben, werden als Verkehrstote registriert, nicht jedoch Suizid-Fälle.











