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Kleinwagen mit echtem Diffusor / Leistungswerte noch Verschlusssache
Renault: Clio RS-Ausblick zur IAA
Diese Art von Luftleitelement kanalisiert und beschleunigt den Luftstrom unter dem Fahrzeug, wodurch ein Unterdruck erzeugt wird. Unter dem Heck erzeugt der Diffusor den größten Anpressdruck, so dass auf einen Heckspoiler verzichtet werden kann. Auch die Luftansaugelemente an den vorderen Kotflügeln haben im Gegensatz zu manch anderem Auto beim Clio laut Renault eine aerodynamische Funktion, nämlich die Bildung von Turbulenzen zu verhindern. Sie verbessern die Luftzirkulation und ermöglichen eine verbesserte Abführung der Warmluft unter der Motorhaube.
Insgesamt haben es die Renault-Designer verstanden, dem Auto ein besonders sportliches Design angedeihen zu lassen, ohne den Clio allzu halbstark wirken zu lassen, sieht man einmal von den Außenspiegeln ab, die jedenfalls auf den ersten Bildern ein bisschen wie aus einem zweitklassigen Tuning-Katalog wirken. Zu den weiteren Modifikationen gegenüber der erst kürzlich vorgestellten neuen Clio-Generation gehören breit ausgestellte Kotflügel vorne und hinten, profiliertere Seitenschweller, 18 Zoll-Räder (Reifen: 215/40) im Sieben-Speichen-Design mit filigranen Streifen in Karosseriefarbe und natürlich eine tiefergelegte Karosserie.
Kühlergrill, Einfassung der Nebelscheinwerfer und Außenspiegel sind verchromt. Hinten sorgen der Diffusor, ebenfalls in Chrom-Zink-Ausführung, die beiden darin optisch eingelassenen Auspuffendrohre sowie die große Schürze für Hinguck-Effekte.
Im Interieur kann der Clio seinen Messe-Charakter nicht ganz verhehlen, wenn auch hier dem Auge weitgehend geschmeichelt wird. Leder und Chrom taugen dazu immer, vor allem, wenn die tierische Haut auch noch das Armaturenbrett bedeckt. Zu den weiteren Zutaten gehören vier ebenfalls lederbezogene Schalensitze mit integrierten Kopfstützen - lediglich zentral getrennt mittels einer schlichten, durchgehenden Mittelkonsole im Chrom-Zink-Look, die auch einen Handbremshebel im Stile des Opel Zafira aufnimmt.
Die Instrumente sind weiß hinterlegt; in den Drehzahlmesser ist eine Schaltanzeige integriert. Die Pedalerie ist nicht nur in Aluminium gehalten, sondern zusätzlich gelocht, das wie die Sitze zweifarbige Lenkrad unten abgeflacht. Am besten gefällt freilich das große, bewegliche Glasdach.
Fahrwerksseitig besonders erwähnenswert ist jene prinzipiell aus dem Mégane Renault Sport bekannte Vorderachse, deren zum Teil neuartige Aluminiumlegierung besonders gute Traktion und Spurtreue ermöglichen soll. Dazu kommt eine verstärkte Bremsanlage mit, allerdings nur vorne, rot lackierten Sätteln und gelochten Bremsscheiben vom italienischen Spezialisten Brembo.
Und der Antrieb? Nun, hinter dem breiten Gitterstruktur-Lufteinlass an der Front arbeitet wiederum ein Benziner, der auf Turbo- oder Kompressoraufladung verzichtet, sondern seine Souveränität aus einem für die Klasse angenehm großen Hubraum von zwei Litern holt. Wieviel das in PS, Newtonmetern oder km/h ausgedrückt ist, mag Renault vorerst noch nicht verraten - aber das ist letztlich auch nicht so wichtig.
Hauptsache, der rote Flitzer kommt so ähnlich in Serie. Das immerhin hat der "Créateur d'Automobiles" für das 1. Halbjahr 2006 angekündigt. Bis dahin dürfte auch ein VW Polo GTI serienreif sein - mal sehen.












