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Tipps & Tricks aus der Autokiste-Redaktion
Jetzt auf Sommerreifen wechseln - aber richtig
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| Reifenwechsel | Kfz-Gewerbe |
| kann auch Spaß machen?! | |
Sollten Sie Aluminiumfelgen aufziehen, so bedenken Sie bei der Fahrt zum Reifenhändler, nicht nur die Räder mitzunehmen, sondern auch die passenden Schrauben. Solche von Stahlfelgen passen regelmäßig nicht auf Alufelgen. Falls Sie Felgenschlösser bei wertvollen Alufelgen verwenden, auch an den Schlüssel denken, sofern er nicht sowieso sinnvollerweise im Fahrzeug gelagert wird. Auch ist wichtig, eventuellen Flugrost an der Radnabe vor Montage der neuen Räder mit einer Drahtbürste bzw. einem entsprechendem Aufsatz auf dem Elektrowerkzeug zu entfernen (wobei, darauf macht uns ein Leser zu Recht aufmerksam, natürlich nur dem Rost zu Leibe gerückt werden soll und kein Material von der Radnabe abgeschliffen werden darf), damit die Räder absolut plan anliegen und sich nicht lockerrütteln können. Gerade bei Aluminiumfelgen kann dies passieren; auch sollte daher der korrekte Sitz der Radmuttern nach ca. 50 Kilometern Fahrstrecke noch einmal überprüft werden. Bei Stahlfelgen ist dies regelmäßig nicht notwendig. Wir wissen natürlich, dass nicht jeder Monteur diese Dinge von sich aus beachtet - Zeit ist schließlich Geld und überhaupt leben wir ja bekanntlich in der Servicewüste Deutschland ... hierzu der Tipp der Autokiste-Redaktion: Ein "Fünfer" Trinkgeld, zu Beginn der Arbeiten überreicht, wirkt meist Wunder!
| Das Wichtigste in Kürze |
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· Wechselzeit um Ostern · Schrauben u. Felgenschlüssel nicht vergessen · Radnabe leicht anschleifen · Alufelgen nach 50 km nachziehen · Laufrichtung beachten · Reifenzustand kontrollieren · Profiltiefe mind. 3 Millimeter · Reifenalter max. fünf Jahre · Drehmomentschlüssel verwenden · Möglichst Rangierwagenheber verwenden · Räder im Zweifel auswuchten lassen · Luftdruck richtigstellen · Räder liegend oder hängend lagern · Reifen stehend lagern |
Achten Sie weiter darauf, dass die Sommerreifen an der richtigen Stelle (sofern sie im Herbst bei Demontage hoffentlich gekennzeichnet wurden mit z.B. "VL" für "vorne links"), vor allem aber in der richtigen Laufrichtung montiert werden. Viele neue Reifenfabrikate sind nur für eine Drehrichtung ausgelegt, die an der Reifenflanke durch einen entsprechenden Pfeil oder den Begriff "OUTSIDE" (Außenseite) gekennzeichnet ist. Falsch montierte Räder sind ein Sicherheitsrisiko für Sie und andere!
Wenn Sie schon dabei sind - werfen Sie einen genauen Blick auf das Reifenprofil (Profiltiefe, ungleichmäßige Abnützung) sowie auf Bremsbeläge, -scheiben und -leitungen. Reifen müssen mindestens 1,6 Millimeter Profil ausweisen (erkennbar an den Noppen im Profil), empfohlen werden jedoch mindestens 3, besser vier Millimeter. Das Reifenalter sollte höchstens fünf Jahre betragen.
Schließlich empfehlen wir, die Räder bei der Montage auch auswuchten zu lassen, und zwar möglichst direkt am Fahrzeug, damit auch Unwuchten etwa der Bremsscheibe Berücksichtigung finden. Den spürbaren Komfortgewinn und die geringere Verschleißneigung sollten Ihnen die zusätzlichen Kosten wert sein.
Die abmontierten Winterräder sollten zunächst gesäubert, gut getrocknet und von evtl. Fremdkörpern wie Steinchen im Profil befreit werden. Die Kfz-Innung empfiehlt, einen möglichst dunklen und trockenen Lagerplatz zu wählen, damit die Gummimischung durch einfallendes Licht nicht porös wird. Wer die Reifen auf Felgen aufgezogen lagern möchte, muss beachten, den Luftdruck um rund 0,5 bar zu erhöhen. Anschließend empfiehlt sich eine liegende Lagerung, wobei alle vier Räder aufeinander liegen dürfen. Eine stehende Lagerung ist wegen der Gefahr sog. "Standplatten" zu vermeiden (und auch nicht platzsparender als das Aufeinanderstapeln). Wer die Räder dennoch stellen muss, sollte sie jeden Monat um eine Viertelumdrehung drehen. Alternativ können Räder (nicht dagegen einzelne Reifen) an die Wand oder einen speziellen im Zubehörhandel erhältlichen Felgenbaum gehangen werden. Reifen ohne Felgen sollte man dagegen immer stehend einlagern.
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Vergessen Sie nach dem Montieren nicht, den Luftdruck zu überprüfen und richtigzustellen. Die vorgeschriebenen Werte, jedenfalls die für Standardbereifung, finden sich in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs und meist auch auf einem Aufkleber in der Tankklappe. Wir empfehlen, den Luftdruck um etwa 0,2 bar höher zu wählen als vorgeschrieben - das ist gut für den Rollwiderstand und damit den Verbrauch und lässt etwas Reserven. Ist der Reifen mit normaler Luft gefüllt, sollte ein Luftdruck-Check bei jedem Tankvorgang (mindestens alle vier Wochen) eine Selbstverständlichkeit sein. Wer mit Gas befüllte Reifen fährt, muss etwas seltener prüfen, da hier der Luftverlust geringer ist. Der Luftdruck muss grundsätzlich bei kalten Reifen geprüft werden - warmgefahrene oder sonnenbestrahlte Reifen zeigen einen höheren Druck beim Messen als tatsächlich vorhanden ist. Wer mit hoher Zuladung fährt (etwa auf der Urlaubsreise), sollte den Luftdruck entsprechend den Herstellervorgaben erhöhen. Lesen Sie den Aufkleber bzw. die Bedienungsanleitung genau: Wer etwa ein Sportfahrwerk hat, findet oft unter den normalen Druckangaben noch einen Hinweis, dass jeweils 0,2 bar mehr richtig sind.












