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Montag, 12. Januar 2026
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NutzfahrzeugeLesezeit ~ 2 Minuten
Luxus-Doppelkabiner mit Sechszylinder
Mercedes: Ein Unimog als Showcar
Mercedes-Benz hat einen Unimog als Showcar konzipiert. Einen Unimog, als Showcar? Das mag man für völlig unpassend
halten, doch es ist nicht das erste Mal. Das kürzlich vorgestellte Gefährt ist ein Einzelstück – jedenfalls "bisher".
Daimler Truck
Sonderlack, Sechszylinder, Kameraspiegel und
Leder-Fußmatten: Mercedes-Benz hat einen besonderen Unimog gebaut
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Wann gab es zuletzt einen Unimog mit Sechszylinder-Motor? Das ist in der langen und unübersichtlichen Geschichte des
Fahrzeugs nicht ganz einfach herauszufinden. Vermutlich war es 2002 in der Baureihe 437.
Nun gibt es wieder einen Reihensechser im Moggi, nämlich in einem Showcar, das Mercedes-Benz Special Trucks gemeinsam
mit dem Umbaupartner Hellgeth Engineering anlässlich des 80jährigen Unimog-Jubiläums kreiert hat. Es handelt sich
um den OM 936 mit 300 PS aus 7,7 Litern Hubraum, der das namenslose Showcar zum bisher stärksten Unimog der
hochgeländegängigen ("schweren") Baureihe macht.
Als Basis dient der Unimog U 4023 mit Portalachsen und verwindungsfähigem Rahmen. In Kombination mit dem zuschaltbaren
Allradantrieb und den Längs- und Differenzialsperren in beiden Achsen gewährleistet er auch in schwierigem Gelände
hohe Traktion.
Die Doppelkabine bietet Platz für bis zu vier Personen. Ebenfalls verbaut wurde ein MirrorCam-System, wie man es von
Actros & Co. kennt. Das Exterieur zeigt sich SUV-inspiriert und umfasst eine mattgraue Lackierung, 20-Zoll-Alu-Beadlock-Felgen
sowie ein LED-Lichtkonzept. Die Kabine zeigt der Autobauer nicht im Foto, beschreibt sie aber mit belederten Oberflächen,
ergonomischen Sitzen mit farbigen Steppnähten und LED-Beleuchtung. Selbst die Fußmatten sind aus Leder.
Damit entfernt sich das Showcar weit vom ursprünglichen Unimog-Gedanken, der ja schließlich ein Universal-Motorgerät, ein
Arbeitstier, ist. Mercedes spricht hier aber vom "Luxussegment" – und lässt offen, was die ungewöhnlich kurz kommunizierte
Aktion eigentlich soll.
Das Fahrzeug sei in dieser Ausführung einmalig, heißt es – "bisher einmalig". "Um wertvolle Erkenntnisse für eine mögliche
Entwicklungsstufe zu sammeln, wird das Fahrzeug (...) im realen Praxiseinsatz von einem Kunden getestet", erklärt der Autobauer.
Vielleicht war es auch nur ein sündhaft teures Spielzeug für einen besonderen Kunden irgendwo aus Dubai oder so.
Zeigen wollten wir den besonderen Unimog trotzdem, schon weil er uns an unseren Unimog-Oldie erinnert, der noch älter
ist als der Autor dieser Zeilen. Er, also der Moggi, macht gerade Winterschlaf. Und hat auch sechs Zylinder ... als Benziner.