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Fünfte Generation wird ein schicker Kleinwagen
Neuer Renault Clio: Très chic
Größere Räder und eine um gleich drei Zentimeter tiefergelegte Karosserie sorgen schon auf den ersten Blick für ein erwachseneres Auftreten. Wichtigstes Merkmale der neu gestalteten Front sind die markant profilierte Motorhaube, die den zentral platzierten Renault-Rhombus stärker betont, und das Tagfahrlicht: Wie bei den größeren Renaults ragt es jetzt aus dem Hauptscheinwerfer hinaus in die Schürze, allerdings nicht ganz so plakativ-unharmonisch wie etwa beim Talisman - und in einem Stück.
Dazu gibt es einen weiter nach unten gezogenen Kühlergrill und eine Chromleiste, die sich vom Markenemblem bis zu und in die Scheinwerfer erstreckt. Dort gibt es nun Voll-LED-Technik, mutmaßlich optional. Am Heck soll der Clio sogar stets serienmäßig ausschließlich aus LEDs leuchten, womit er seinen Mitbewerbern voraus ist. Das gilt notabene auch für die 391 Liter, die nach Herstellerangaben in den Kofferraum (mit doppeltem Ladeboden) passen.
Im Übrigen orientiert sich die Heckpartie stark am Vorgänger, kommt aber noch etwas eleganter daher. Mittel zum Zweck sind die seitlich eckiger endende Scheibe, der entsprechend angepasste Dachkantenspoiler, der Umzug der Chromleiste von der Klappe in die Schürze, schöner eingepasste Rückstrahler und der Entfall der Griffmulde.
Die Silhouette gewinnt ebenfalls, nicht zuletzt durch eine scharf gezeichnete Sicke im unteren Drittel der Türen. Die schwarzen Schutzleisten des Vorgängers entfallen. Den Abschluss bildet vielmehr eine breite Chromleiste am unteren Rand der Türen, die selbstbewusst einen Clio-Schriftzug tragen. Renault war auch nicht zu geizig für eine umlaufende chromfarbene Fenstereinfassung. Während die lange Antenne beibehalten wurde, darf der Tankdeckel nun endlich ohne sichtbaren Eingriff auskommen.
Weil das Konzept mit dem "versteckten" hinteren Türgriff fortgeführt wird, wirkt der Clio noch immer ein bisschen wie ein Dreitürer und betont eine lange hintere Türe. Der Griff bzw. jedenfalls dessen Eingriff sitzt jetzt aber nicht mehr in der Türe, sondern anstelle des bisherigen Mini-Fensters in der C-Säule.
Renault bietet den Clio in elf Karosseriefarben an, "Valencia Orange", "Vison Brown" und "Celadon Blue" sind neu. Zusätzlich sind drei Personalisierungspakete in Rot, Orange und Schwarz erhältlich.
Während Details zur Ausstattung noch nicht vorliegen, stellen die Franzosen bereits eine neue Sportvariante R.S. Line vor. Sie löst die GT-Line ab. Äußerliche Erkennungszeichen sind 17-Zoll-Räder, ein Luftleitblech zwischen den Kühlluftöffnungen in der Frontschürze und ein Kühlergrill im Wabenmuster.
Premiere feiert der neue Clio Anfang März auf dem Genfer Autosalon. Preise und Daten verrät er Autobauer erst in einem dritten Schritt. Der erste Eindruck ist der von einer positiven Überraschung: So viel Sinn für Design und Details hat Renault nicht immer zu bieten. Dass der Clio damit seinen Status als erfolgreichster Kleinwagen in Europa beibehält, darf man also getrost voraussagen, wenn auch am Ende ein Wermutstropfen die Freude trübt: Eine Elektroversion als moderne Alternative zum Zoe ist zunächst nicht vorgesehen, lediglich eine Hybrid-Variante. Die E-Vorreiterrolle überlässt Renault dem kommenden Duo Peugeot 208 / Opel Corsa. Auch das ist eine Überraschung.
Hier kann man lesen und gucken, wie der neue Clio im Innenraum aussieht.












