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9,3-Zoll-Touchscreen, Digitalinstrumente und E-Handbremse im Kleinwagen
Renault Clio V: So cool wird der Innenraum
Renault
Großer Monitor, Digitalinstrumente und mehr:
Renault hat das Clio-Interieur wesentlich optimiert
Renault hat das Clio-Interieur wesentlich optimiert
Revolution dagegen ist für den Innenraum angekündigt. Wenn wir auch die Wortwahl für übertrieben halten, so zeigen die ersten Fotos in der Tat ein wesentlich neu gestaltetes Armaturenbrett, das modern und gelungen wirkt, ohne zu futuristisch daher zu kommen. Wo das noch aktuelle Modell ein typisches Kleinwagen-Ambiente bietet, eng, klein und teilweise billig wirkt, verkörpert der Clio 2019 genau das Gegenteil.
Zentrales Element des neuen "Smart Cockpit" ist das vernetzte Multimediasystem "EASY LINK". Es verfügt über den größten Touchscreen in der Kleinwagen-Klasse. Mit 9,3 Zoll Bildschirmdiagonale übertrifft der senkrecht stehende Monitor sogar die Exemplare in den Renault-Topmodellen Espace und Talisman. Die Größe sorgt für gute Ablesbarkeit, leichte Bedienung - und einen modernen Look. Renault ist dabei nicht der Versuchung erlegen, im Sinne einer "cleanen" Gestaltung die Bendienung aller Fahrzeugfunktionen auf den Screen zu legen.
Vielmehr findet sich eine konventionelle Schalterleiste unterhalb des Monitors; auch die wesentlichen Funktionen der Klimaanlage werden herkömmlich über Drehregler angesteuert, wobei sich dort sogar ein Zusatzdisplay für die gewählte Temperatur findet. Eine Zweizonen-Automatik ist aber offenbar nicht vorgesehen.
Weitere Neuheit im Clio-Cockpit ist das multifunktionale Kombiinstrument in TFT-Technik anstelle der bisherigen analogen Anzeigen. Je nach Ausstattung steht eine Variante im 7- oder 10-Zoll-Format zur Verfügung. Beide Ausführungen lassen sich individuell konfigurieren, die größere Version beinhaltet zusätzlich eine Navigationsdarstellung.
Das Lenkrad kommt mit einem wesentlich kleineren Pralltopf aus, was wiederum Nutzbarkeit und Design befördert. Zudem hat Renault endlich alle wesentlichen Tasten auf dem Lenkrad zusammengefasst und wohl auch beleuchtet. Die Zeiten, in denen der Tempomat an verschiedenen Stellen bedient werden musste, scheinen vorbei.
Die Mittelkonsole baut höher als bisher und ist leicht dem Fahrer zugewandt. Sie bietet eine induktive Lademöglichkeit für Handys, einen beleuchteten Rand und nicht zuletzt einen kürzeren Schalthebel. Zum deutlich aufgewerteten Erscheinungsbild des Innenraums tragen je nach Ausstattung auch Türverkleidungen in Soft-Touch-Anmutung bei. Zusätzlich beleben großflächige, farblich abgehobene Einsätze für die Armstützen in verschiedenen Designvariationen und mit Ambientebeleuchtung das Interieur. Die Luftduschen sind nun horizontal ausgeführt und strecken das Ambiente so ebenfalls in die Breite.
Und auch die Sitze zeigen sich aufgehübscht: Längere Auflageflächen und ausgeprägtere Seitenteile erhöhen ebenso den Komfort wie die optimierten Bedienelemente, schmalere Kopfstützen sorgen für bessere Sicht nach hinten und ein großzügigeres Raumgefühl auf den Fondplätzen.
Einige Elemente wirken so, als habe die Renault-Mannschaft das Design des VW-Konzerns ausführlich studiert. Andererseits gehen die Franzosen mit den serienmäßigen Digitalinstrumenten, dem extra-großen Monitor, der elektrischen Handbremse und je acht verschiedenen Designlinien und Farben für die Ambientebeleuchtung einen Schritt weiter. Was fehlt, ist ein filigranerer Innenspiegel, der Verzicht auf Dreiecksfenster vorne, ein echter Lichtschalter und vernünftige Türgriffe innen.












