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Volvo-Mutterkonzern steigt mit fast zehn Prozent bei Daimler ein
Die Chinesen kommen: Geely goes Daimler

Geely
Der chinesische Milliardär Li Shufu
hat fast zehn Prozent der Daimler-Aktien gekauft
Daimler sei ein herausragendes Unternehmen mit erstklassigem Management, erklärte Li Shufu. Es sei ihm eine Ehre, dieses Team unter der Führung von Dieter Zetsche in Zukunft unterstützen zu können. "Insbesondere freue ich mich, Daimler auf dem Weg zu einem der weltweit führenden Anbieter von Elektromobilität zu begleiten". Das Engagement der Geely Group bei Daimler sei dementsprechend langfristig angelegt. Es sei "bis auf weiteres" nicht geplant, den Anteil an Daimler aufzustocken, hieß es. "Wir respektieren und schätzen die Kultur, die Werte und die Corporate Governance der Daimler AG", so Li Shufu.
Ein Daimler-Sprecher erklärte knapp, man freue sich, mit Li Shufu einen weiteren langfristig orientierten Investor gewonnen zu haben, der von der Innovationsstärke, der Strategie und dem Zukunftspotential von Daimler überzeugt sei. Daimler kenne und schätze Li Shufu als chinesischen Unternehmer mit besonderer Kompetenz und Zukunftsorientierung, "mit dem man den industriellen Wandel konstruktiv diskutieren kann".
Die Zhejiang Geely Holding Group ist mit einem Umsatz von umgerechnet rund 43 Milliarden US-Dollar der größte private Automobilkonzern in China. Zur Unternehmensgruppe gehören neben dem chinesischen Autohersteller Geely (46 Prozent) vor allem Volvo Cars (100 Prozent), Lotus Motor Cars (51 Prozent), Proton Cars (49,9 Prozent) und London Taxi (100 Prozent). Zur Geely Group gehört außerdem Cao Cao (100 Prozent), ein Car-Sharing-Anbieter, der mit rund 16.000 elektrisch angetriebenen Fahrzeugen heute die umfangreichste Flotte von Elektrofahrzeugen weltweit betreibt.
"Die Wettbewerber, die uns im 21. Jahrhundert technologisch herausfordern, kommen nicht aus der Automobilindustrie. Den Kampf um die Zukunft des Automobils wird kein aktueller Branchenspieler alleine gewinnen können", so Li Shufu. "Aus dieser Herausforderung ergeben sich aber auch Chancen. Um den Eindringlingen von außen mit vereinten Kräften zu entgegnen braucht es Freunde und Partner. Es ist Zeit für ein Neues Denken. Mein Engagement bei Daimler reflektiert diese Vision".











