Exakt 54.602.441 zugelassene Kraftfahrzeuge gab es zum Jahresbeginn 2016 in Deutschland, darunter
45.071.209 Pkw –
so viele wie nie zuvor. Zuwächse gibt es dabei erneut bei jeder alle Fahrzeugart und
in jedem Bundesland – nicht aber natürlich bei jedem Hersteller. Alle Zahlen und Tendenzen.
Renault
Autolan-D: Auch 2016 stieg die Zahl
der Pkw und Kfz allgemein in Deutschland weiter an
Die Spirale dreht sich weiter. Auch 2015 ist der Fahrzeugbestand in Deutschland weiter gewachsen. Nach der am Montag
in Flensburg veröffentlichten Jahresstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes stieg die Gesamtzahl zugelassener Fahrzeuge
um 1,7 Prozent auf gut 54,6 Millionen (Vorjahre 1,4/1,1/1,6/1,4/1,2 Prozent Zuwachs), die der Pkw um 1,5 Prozent
(1,3/1,0/1,5/1,4/1,0), entsprechend rund 668.000 zusätzlichen Pkw auf den Straßen.
Auch in allen anderen Fahrzeugklassen ermittelten die Statistiker steigende Bestandszahlen. So wurden 2,0 Prozent
mehr Krafträder, 3,7 Prozent mehr Lkw, 1,1 Prozent mehr Busse und 1,4 Prozent mehr Zugmaschinen gezählt.
Die verbreitetste Kraftstoffart bei den Pkw blieb Benzin (66,2 %), gefolgt von Diesel (32,2 %). Nennenswerte Steigerungen
bei den alternativen Antriebsarten hatten lediglich Elektro- und Hybridfahrzeuge vorzuweisen (+34,6 % bzw. +21,0 %).
Demnach stieg der Bestand an Elektro-Pkw auf 25.502, der an Hybrid-Pkw auf 130.365 Einheiten. Der Anteil mono- und
bivalenter Erdgasfahrzeuge betrug 0,2 Prozent (80.300 Pkw), die Flüssiggas-Pkw machten 1,1 Prozent des Bestands aus
(475.711 Pkw).
Entsprechend der sukzessiven Erneuerung der Bestandsfahrzeuge erhöhte sich die Anzahl der Pkw mit den derzeit besten
Emissionsklassen Euro 5 und 6 um +5,3 beziehungsweise um 205 Prozent, so dass beide zusammen einen Anteil von 37,1 Prozent
innehatten. Die mit Euro 1 und 2 eingestuften Fahrzeuge verringerten sich insgesamt um knapp eine Million und waren im
Pkw-Bestand noch zu 2,1 bzw. 11,5 Prozent vertreten.
Die meisten Kfz sind natürlich im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gemeldet, insgesamt über 11,3 Millionen.
Zusammen mit Bayern und Baden-Württemberg ergibt sich ein Anteil von gut 52 Prozent. Die geringsten Zahlen melden Bremen und
das Saarland. Der Anstieg fiel mit +2,1 Prozent in Schleswig-Holstein am höchsten und mit +0,9 Prozent in Thüringen am geringsten aus.
Das Durchschnittsalter der Pkw ist von 8,5 über 8,7, 8,8 und 9,0 auf inzwischen 9,2 Jahre weiter angestiegen, mehr als jeder
einhundertste Pkw ist 30 Jahre und älter, also Oldtimer. Rund 338.000 dieser Fahrzeuge tragen ein H-Kennzeichen (+11,0%).
Außerdem waren knapp 2,25 Millionen Fahrzeuge mit einem Saisonkennzeichen ausgestattet.
Trotz beachtlicher Steigerungsraten bei den SUVs (+20,0 %) und Geländewagen (+10,1 %) waren Pkw der Segmente Kompaktklasse (26,4 %),
Kleinwagen (19,7 %) und Mittelklasse (15,7 %) am häufigsten vertreten. Zusammen erreichen sie 61,8 (Vorjahr: 63) Prozent. Deutsche
Marken dominieren den Pkw-Bestand mit annähernd zwei Dritteln (64,9 %). Angeführt wird die Liste natürlich von VW mit 21,6 (21,5)
Prozent, gefolgt von Opel mit 10,4 (11,8) und Mercedes mit 9,4 (9,4) Prozent. Alle Marken zusammengerechnet, stammt deutlich mehr
als jedes dritte Auto auf den Straßen aus dem VW-Konzern. Bei den ausländischen Marken lagen Renault (sinkend auf 4,1 %), Škoda
(steigend auf 3,9 %) und Toyota (sinkend auf 2,9 %) vorn.
Die höchsten Zuwächse im Pkw-Bestand gab es bei Jeep vor Dacia, Hyundai und Land Rover. Auch Porsche, Mini, Škoda und Kia sind
deutlich häufiger im Straßenbild zu finden als noch im Vorjahr. Die größten Verluste kommen von Marken, die nicht mehr existieren
wie MG und Saab, sich aus Deutschland zurückgezogen haben wie Daihatsu, Lancia, Chevrolet und Chrysler. Seltener wurden auch Alfa
Romeo, Honda und Peugeot. Immerhin noch 33.500 Trabbis tuckern durch das Land.
Der hier erläuterte Fahrzeugbestand umfasst den sogenannten "fließenden Verkehr" einschließlich der Saisonkennzeichen, nicht aber
die abgemeldeten Autos. Die nicht-zugelassenen Pkw spiegeln größtenteils den Gebrauchtwagenmarkt wieder, der Rest geht auf das
Konto von "eingemotteten" Autos wie Young- und Oldtimern. Insgesamt sind im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des KBA zum
Jahresbeginn 2015 rund 63,5 Millionen Fahrzeuge registriert - überwiegend zusammengesetzt aus der oben dargelegten Gesamtzahl
zuzüglich der etwa 6,85 Mio. Anhänger und rund 2,0 Mio. Kfz mit Versicherungskennzeichen (Mofas & Co.).
Genaue Zahlen und Tendenzen entnehmen Sie bitte den verlinkten Übersichten.