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Kfz-Bestand steigt klassenübergreifend / Alle Zahlen und Tendenzen
Fahrzeugbestand 2015: Die Wachstumsspirale dreht sich weiter

Renault
Autolan-D: Auch 2015 stieg die Zahl
der Pkw und Kfz allgemein in Deutschland weiter an
Auch in allen anderen Fahrzeugklassen ermittelten die Statistiker steigende Bestandszahlen. So wurden 2,2 Prozent mehr Krafträder, 2,7 Prozent mehr Lkw, 0,9 Prozent mehr Busse und 1,4 Prozent mehr Zugmaschinen gezählt.
Benzin (67,2 %) und Diesel (31,2 %) waren weiterhin die häufigsten Kraftstoffarten. Geringere Anteile stellten alternative Antriebsarten, deren Entwicklung sich unterschiedlich darstellte. Deutliche Aufwärtsbewegungen konnten bei Hybrid- (107.754 / +25,9 %) und Elektroantrieb (18.948 / +55,9 %) beobachtet werden. Mit 494.148 Einheiten ging der Flüssiggas-Anteil dagegen um 1,3 Prozent auf 1,1 Prozent zurück. Mit 81.423 Erdgas-Pkw stieg dieser Anteil um 3,0 Prozent auf jedoch lediglich 0,1 Prozent. Der Anteil der Fahrzeuge mit der derzeit strengsten Abgasnorm 6 betrug 2,3 Prozent. Zwei Drittel aller Pkw entsprachen den Normen Euro 5 (29,2 %) bzw. Euro 4 (37,5 %). Der EU1-Anteil ist weiter auf 2,5 Prozent gesunken.
Die meisten Kfz sind natürlich im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gemeldet, insgesamt über elf Millionen. Zusammen mit Bayern und Baden-Württemberg ergibt sich ein Anteil von über 50 Prozent. Die geringsten Zahlen melden Bremen und das Saarland.
Das Durchschnittsalter der Pkw ist von 8,5 über 8,7 und 8,8 auf inzwischen 9,0 Jahre weiter angestiegen, fast eine halbe Million Pkw sind 30 Jahre und älter, also Oldtimer. Rund 350.000 dieser Fahrzeuge tragen ein H-Kennzeichen. Außerdem waren 2,2 Millionen Fahrzeuge mit einem Saisonkennzeichen ausgestattet.
Knapp 63 Prozent der Pkw verteilen sich auf die Segmente Kleinwagen (19,9 %), Kompaktklasse (26,4 %) und Mittelklasse (16,3 %). Deutsche Marken dominieren den Pkw-Bestand mit annähernd zwei Dritteln (65,1 %). Angeführt wird die Liste natürlich von VW mit 21,5 Prozent, gefolgt von Opel mit 11,8 und Mercedes mit 9,4 Prozent. Alle Marken zusammengerechnet, stammt deutlich mehr als jedes dritte Auto auf den Straßen aus dem VW-Konzern. Bei den ausländischen Marken lagen Renault (sinkend auf 4,2 %), Škoda (steigend auf 3,7 %) und Toyota (konstant bei 3,0 %) vorn.
Die höchsten Zuwächse im Pkw-Bestand gab es bei Dacia, Jeep, Hyundai und Porsche. Auch Land Rover, Škoda, Mini und Kia sind deutlich häufiger im Straßenbild zu finden als noch im Vorjahr. Die größten Verluste kommen von Marken, die nicht mehr existieren oder vor dem Aus stehen, namentlich MG, Daihatsu, Chrysler, Lancia und Saab. Seltener wurden auch Alfa Romeo, Honda und Mitsubishi. Immerhin noch fast 33.000 Trabbis tuckern durch das Land.
Der hier erläuterte Fahrzeugbestand umfasst den sogenannten "fließenden Verkehr" einschließlich der Saisonkennzeichen, nicht aber die abgemeldeten Autos. Die nicht-zugelassenen Pkw spiegeln größtenteils den Gebrauchtwagenmarkt wieder, der Rest geht auf das Konto von "eingemotteten" Autos wie Young- und Oldtimern. Insgesamt sind im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des KBA zum Jahresbeginn 2015 rund 62,4 Millionen Fahrzeuge registriert - überwiegend zusammengesetzt aus der oben dargelegten Gesamtzahl zuzüglich der etwa 6,7 Mio. Anhänger und rund 2,0 Mio. Kfz mit Versicherungskennzeichen (Mofas & Co.).
Genaue Zahlen und Tendenzen entnehmen Sie bitte den verlinkten Übersichten.











