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Gemeinsame Fertigung in Spanien
Ford und Geely schließen sich in Europa zusammen

Ford
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Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen soll das Werk zu einem "gemeinsamen Hightech-Produktionsstandort" weiterentwickelt werden. Es soll im ersten Halbjahr 2027 den Betrieb aufnehmen; die ersten Bandabläufe sind erst für 2028 geplant. Das Werk wird in der Übergangszeit weiterhin den Ford Kuga produzieren.
Es ist das erste Mal, dass ein (mehr oder weniger) deutscher Autobauer eine Produktionsstätte für einen chinesischen Mitbewerber öffnet. In Europa spiele sich derzeit einer der härtesten Wettbewerbskämpfe der globalen Automobilindustrie ab, heißt es seitens Ford zur Begründung. "Verschärfte Vorschriften, hohe Betriebskosten und eine neue Generation globaler Wettbewerber haben die Maßstäbe der Branche in Bezug auf Herstellungskosten, Fahrzeugtechnologie und Softwareerfahrung neu definiert", so das Unternehmen. Durch die Bündelung der Produktionsmengen werde man künftig die Werkskapazität von bis zu 500.000 Fahrzeugen optimal auslasten und die Kosten pro Einheit senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
"Multi-Energy-Fahrzeuge von Weltklasse" nennt Ford in diesem Zusammenhang. Kleiner haben es die gebeutelten Kölner nicht, gemeint sind gleich fünf Modelle, wobei die Details noch nicht so ganz klar sind. Eines ist ein kompakter neuer Bronco, ein weiteres ein Crossover mit Ford-Design und Geely-Technik. Geely selbst will zwei E-SUV in Valencia bauen und ebenfalls ab 2028 einführen.
Ford will wie berichtet außerdem mit Renault bei zwei E-Modellen zusammenarbeiten, von denen eines wohl ein elektrischer Fiesta-Nachfolger auf R5-Basis, analog zum Nissan Micra, werden dürfte. Ungeachtet der aktuellen Kooperation mit VW im Nutzfahrzeug-Bereich prüfen Ford und Renault auch insoweit eine Kooperation.
Bei Ford heißt es, die Partnerschaft basiere auf Vertrauen und Respekt, die bis ins Jahr 2010 zurückreichen, als Ford Volvo Cars an Geely verkaufte und "beobachten konnte, wie das Unternehmen die Marke schützte und wiederbelebte". Beide Unternehmen teilten das Bekenntnis zu Qualität, kosteneffizienter Beschaffung und kontinuierlicher Verbesserung sowie die Überzeugung, dass Kunden ihren eigenen Weg durch die Energiewende selbst wählen können.
Das Werk Valencia wurde im Jahr 1976 eröffnet als erste Produktionsstätte in Spanien von einem nicht-spanischen Autobauer. Damals wurde dort der ursprüngliche Ford Fiesta gebaut – Fords erstes weltweit vertriebenes Fahrzeug mit Frontantrieb, das wie nahezu alle anderen Ford-Baureihen der letzten beiden Jahrzehnte inzwischen eingestellt wurde.
Für Fords gebeutelte Belegschaft in Deutschland bedeutet die Ankündigung indes kein Aufatmen: Valencia hilft deutschen Mitarbeitern genauso wenig wie die Produktion bei Renault in Frankreich oder die beispielsweise des Puma in Rumänien. In Deutschland baut Ford nur noch die am Markt unbeliebten VW-Ableger Explorer und Capri.
