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Vor allem SUVs betroffen / Kleinbuchstaben für Antriebstechnik
Mercedes: Neue Modellnamen, neue Submarke

Daimler
Luxusversionen vertreibt
Daimler künftig als "Mercedes-Maybach"
Vor diesem Hintergrund haben die Marketer das System zwar nicht auf den Kopf gestellt, aber doch deutlich überarbeitet. "Was wir mit Blick auf die internationale Ausrichtung unserer Marke erreichen wollen, ist eine noch einfachere, transparentere und nachvollziehbarere Systematik in den Modellreihen-Bezeichnungen mit dem Ziel der klaren Orientierung für unsere Kunden", erklärte Dr. Jens Thiemer, Leiter Marketing Kommunikation Mercedes-Benz Pkw, heute in Sindelfingen. Jetzt sei der ideale Zeitpunkt dafür, schon weil im kommenden Jahr fast die gesamte SUV-Palette erneuert würde.
Die Systematik der neuen Nomenklatur bleibt dem Akronym aus einem bis drei Großbuchstaben treu. Im Mittelpunkt stehen die fünf Kernmodellreihen A, B, C, E und S. Bei den SUVs führen in Anlehnung an die legendäre G-Klasse alle SUV-Modelle künftig die Anfangsbuchstaben "GL" im Namen, das L dient hier wie bei CLS & Co. als reiner Verbingungsbuchstabe, der die Modellbezeichnungen einprägsamer und besser sprechbar werden lassen soll.
Danach folgt der dritte Buchstabe, der laut Mercedes die Zugehörigkeit zur jeweiligen Kernmodellreihe beschreibt. Demnach wird aus dem GLK beim Generationswechsel 2015 der GLC (C-Klasse als Basis), aus der M-Klasse, die wegen Einwänden von BMW in der eigentlichen Modellbezeichnung immer als ML auftrat, wird der GLE. Der GL tritt fortan als GLS auf, auch wenn er auf dem ML bzw. GLE basiert - das System ist nicht so stringent, wie Daimler glauben lassen will. Der GLA entspricht bereits dem neuen Muster, das G-Modell darf als Ikone weiterhin schlicht G heißen.
Ähnliches gilt für den SL, der nicht zum SLS wird, der SLK mutiert aber zum SLC. Während Coupés auf SUV- oder Limousinen-Basis den Namenszusatz Coupé tragen, beginnen die Namen der "viertürigen Coupés" weiterhin mit CL, also CLA und CLS, auch wenn letzterer doch eigentlich CLE heißen müsste. Der Namenszusatz "Shooting Brake" für die viertürigen Coupé-Kombis bleibt erhalten, ebenso "T-Modell".
Kleinbuchstaben für Antriebsart
Diese Änderungen waren schon im Vorfeld durchgesickert. Zusätzlich hat Mercedes heute auch neue Kürzel für die Antriebsformen vorgestellt.
Hier setzen die Stuttgarter künftig ähnlich wie die Münchner Konkurrenz auf einen Kleinbuchstaben. Dabei steht:
- c für "compressed natural gas", bisher "Natural Gas Drive" (NGT)
- d für "diesel", bisher BlueTEC und CDI
- e für "electric", bisher "PLUG-IN HYBRID", "BlueTEC PLUG-IN HYBRID" und "Electric Drive", vormals E-CELL
- f für "fuel cell", bisher "F-CELL"
- h für "hybrid", bisher "HYBRID" und "BlueTEC HYBRID"
Maybach kehrt zurück – als Submarke
Status-orientierte Kunden mit dickem Bankkonto können künftig zum Mercedes-Maybach greifen. Die neue, besonders luxuriöse Extralang-Version
der S-Klasse wird Mercedes-Maybach S-Klasse heißen. Daimler führt damit nach Mercedes-AMG eine weitere Submarke ein, ganz ähnlich wie
BMW mit M und i. Unter dem Namen Mercedes-Maybach sollen weitere Fahrzeuge angeboten werden, denkbar ist etwa ein Mercedes-Maybach GLS.
Verheißung oder Drohung? Dass die neue Systematik wieder nur 20 Jahre hält, ist nicht unwahrscheinlich: Schon für die kommenden sechs Jahre sind elf neue Modelle fest geplant - gemeint sind solche, die im aktuellen Portfolio nicht vertreten sind. Mindestens elf, wie es bei Mercedes heißt.











