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Modifiziertes Lichtdesign / Neue Basis-Motoren / Multitronic-Aus
Audi A6: Facelift bringt neue Antriebsoptionen
Außerdem gibt es minimale, höchstens im direkten Vergleich erkennbare Designveränderungen an Kühlergrill und Seitenschwellern, zudem setzt Audi jetzt verstärkt auf vollintegrierte Endrohre, die Mercedes zuerst großflächig einführte und die nicht unbedingt ein optischer Fortschritt gegenüber runden Auslässen sind. In Sachen Lichttechnik können nun auch A6-Fahrer die Matrix-LED-Scheinwerfer bestellen, sie sind - ebenso wie die weiter verfügbaren normalen LED-Leuchten - nun mit einem dynamischen Blinker kombiniert.
Das Top-Navigationssystem mit dem elektrisch ausfahrenden Achtzoll-Monitor nutzt jetzt eine neue Technik-Plattform, die einen schnelleren Grafikchip von Nvidia nutzt. Der ergänzende Baustein "Audi connect" überträgt Daten über den schnellen LTE-Standard und bringt Online-Services ins Auto, darunter neue Media Streaming Apps. Der Nachtsichtassistent hat einen erweiterten Funktionsumfang.
Antriebsseitig erwähnenswert ist das überarbeitete 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das bei den Fronttrieblern die ungeliebte stufenlose Multitronic ersetzt. Neuer Basismotor bei den Benzinern ist der 1,8 TFSI ultra, der bei zehn PS mehr Leistung gegenüber dem bisherigen Zweiliter-TFSI (180 PS) auch effizienter ist: 5,7 statt 6,4 Liter lautet der Wert für den Normverbrauch (S-tronic bzw. Multitronic). Der Top-Benziner im 3,0 TFSI leistet jetzt 333 statt 310 PS; weitere Daten stehen noch nicht zur Verfügung. Der A6 Hybrid entfällt.
Der S6 V8 erstarkt bei leicht gesenktem Normverbrauch (ab 9,4 Liter) von 420 auf 450 PS und kommt somit näher an den RS6 heran, der bei seinen irrwitzigen 560 PS verharrt, die ihn bis auf 305 km/h beschleunigen.
Bei den Diesel erweitert Audi das Angebot wieder nach unten. Begann die Range zuletzt mit dem feinen, aber nach wie vor nur mit Frontantrieb lieferbaren 190-PS-Motor und gerade einmal 4,4 Liter Verbrauch, steht nun auch eine Variante mit 150 PS zur Wahl, sie trägt bei einem hervorragenden Verbrauchswert von 4,2 Litern ebenfalls das "ultra"-Label. Die stärkere Variante und nur diese rüstet Audi mit den neuen Fahrwerksfedern aus GfK aus.
Darüber rangiert weiter der Sechszylinder im 3,0 TDI, der jetzt wie alle Motorisierungen EU6-konform ist und demzufolge als "clean diesel" vermarktet wird. Statt 204, 245 und 313 PS (letzterer als Bi-Turbo mit 8-Gang-Automatik) liefert Audi das überarbeitete Triebwerk nun mit 218, 272 und 320 PS. In einer zusätzlichen Version mit 326 PS, dank Zusatzboost kurzzeitig 346 PS stark, treibt die Maschine wie im A7 Sportback die Editionsmodelle "competition" an - mit ihnen feiert Audi den 25. Geburtstag der TDI-Technologie. Inwieweit der neue 3,0 TDI entsprechend der früheren Ankündigung sparsamer ist, hält Audi noch unter Verschluss.
Die Preise beginnen bei 38.400 Euro für den 1,8 TFSI Ultra, der damit 1.200 Euro teurer wird als der Vorgänger (Avant: 40.900 statt 39.550 Euro). Der A6 allroad quattro 3.0 TDI kostet beispielhaft ab 56.650 (55.400) Euro, der S6 mit 75.400 (73.850), und RS6-Kunden müssen mindestens 108.900 Euro nach Ingolstadt überweisen. Die weiteren Preise liegen ebenfalls noch nicht vor.












