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Auch in Klein(st)wagen gehört EPBs die Zukunft
Conti: Elektrische Handbremse für Trommelbremsen
Diese für kleine, leichte Fahrzeuge übliche Bauform verfügt über eine feste Abstützung der zwei Bremsbacken, einen zweiseitig wirkenden Hydraulikzylinder für die Betriebsbremse und eine mechanische Feststelleinrichtung. "Die Kombination der preiswerten Trommelbremse mit integrierten Aktuatoren in Verbindung mit der Ansteuerung aus dem ESC führt zu einem gelungenen Mix aus niedrigem Gewicht, hohem Wirkungsgrad und günstigen Gesamtsystemkosten - somit ideal für kleine, leichte Fahrzeuge", sagt Bernhard Schmittner, Leiter Basisentwicklung Radbremse/EPB bei der Continental-Division Chassis & Safety.
Funktional bietet die elektrische Trommel-Parkbremse einerseits die gleichen Vorteile wie die EPB-Ausführungen für Scheiben- oder Duo-Servo-Bremsen: Die einfache Bedienung per Knopfdruck sowie die Realisierung diverser Assistenzfunktionen wie beispielsweise Auto-Hold und automatisches Lösen beim Anfahren sowie die unmögliche Fehlbedienung des halbherzigen Anziehens erhöhen die Sicherheit und den Komfort für den Fahrer. Für Fahrzeughersteller bietet die EPB durch den Wegfall des Handbremshebels zusätzlich neue Gestaltungsspielräume im Innenraum. Andererseits wird auch die "kleine EPB" die Nachteile ihrer bekannten Brüder übernehmen: Anschaffung und Reparatur sind teurer - und Driften per Handbremse geht nicht mehr.
Continental will die elektrische Trommel-Parkbremse im Jahr 2017 serienreif haben. Schon 2015 erwartet Continental einen EPB-Anteil von 25 Prozent in Europa; in Deutschland, wo viele der Top10-Bestseller eine EPB aufweisen, dürfte er noch höher liegen. Idealerweise sollten aber Kleinstwagen erst gar nicht auf eine Trommelbremse setzen: Hyundai macht mit dem i10 vor, dass auch solche Autos scheibengebremst sein können.











