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64jähriger Betrunkener rammt Auto und will rückwärts flüchten
Panorama: Filmreifer Fluchtversuch auf der Autobahn
Nachdem sich die Insassen vom ersten Schreck erholt hatten, nahmen sie die Verfolgung des Unfallverursachers auf und verständigten über Handy die Autobahnpolizei, deren Streifenfahrzeuge dank detaillierter Standortangaben an den flüchtigen Pkw herangeführt werden konnten, der derweil über alle drei Fahrspuren Schlangenlinien fuhr. Mehrere Anhalteversuche scheiterten, da der Fahrer immer wieder die Polizeiautos überholte.
Schließlich konnte sich ein Streifenfahrzeug vor den flüchtigen Pkw setzen und die Geschwindigkeit drosseln. Erst machte der Pkw-Fahrer Anstalten zu folgen, gab dann aber wiederum Gas und wollte seine Fahrt fortsetzten. Um keine nachfolgenden Verkehrsteilnehmer zu gefährden, wurde durch ein weiteres Streifenfahrzeug hinter dem Flüchtenden der Verkehr angehalten - eine gute Idee, wie sich schon bald herausstellte: Nachdem der Flüchtende zunächst Vollgas gab und versuchte, einen Streifenwagen zu rammen, was knapp misslang, bremste er im weiteren Verlauf plötzlich auf der Mittelspur bis zum Stillstand ab, legte den Rückwärtsgang ein und versuchte rückwärts zu flüchten. Der Weg wurde ihm jedoch durch einen weiteren Streifenwagen verwehrt, dieses Mal erfolgreich.
Der Fahrer war wie meist in solchen Fällen nicht nur stark betrunken, sondern auch nicht im Besitz eines Führerscheins. Er wurde festgenommen und am Folgetag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg überstellt. Dieser erließ Haftbefehl. Die Fahrbahn konnte nach einer kurzen Vollsperrung wieder für den Verkehr frei gegeben werden. Die sechsköpfige Familie im VW-Bus kam mit dem Schrecken davon, erklärte ein Polizeisprecher. Ob sie den Schaden am Auto beim Verursacher wird eintreiben können, steht auf einem anderen Blatt.











