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Piëch: 'Startschuss für neues Kapitel Automobilgeschichte' / Neues Produktionskonzept auf Parkettboden
Volkswagen weiht Gläserne Manufaktur Dresden feierlich ein
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| Feierlich eingeweiht: | © Volkswagen AG | |
| Die "Gläserne Manufaktur" von VW in Dresden | ||
Die offizielle Eröffnung der Manufaktur wurde gemeinsam von Bundeskanzler Schröder, Ministerpräsident Biedenkopf, Volkswagen-Chef Dr. Ferdinand Piëch und Dr. Folker Weißgerber, Mitglied im VW-Vorstand, vorgenommen. Dr. Piëch verwies in seinen Ausführungen auf die weit über 100 Jahre alte Tradition des Automobilbaus in Sachsen. "Heute", so Piëch wörtlich, "wird hier mit der Eröffnung der Gläsernen Manufaktur Automobilgeschichte betrieben. Feinste Handarbeit und modernste Technologie werden hier für unsere Kunden und Gäste sichtbar und fühlbar. Die Marke Volkswagen erreicht damit eine neue Dimension der emotionalen Anbindung an ein völlig neues Produkt-Marktsegment der automobilen Spitzenklasse. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht das Bestreben nach Erfüllung eines kompromisslosen Qualitätsversprechens."
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| Ungewöhnlich schönes Ambiente | © Volkswagen AG |
für eine industrielle Produktionshalle: Viel Licht, Platz und Parkettboden in der Gläsernen Manufaktur |
Mit der Gläsernen Manufaktur realisiert Volkswagen als erster Hersteller ein Produktionskonzept, das Prozesse der klassischen industriellen Automobilproduktion und manufakturartige Arbeiten miteinander verknüpft. Einmalig ist darüber hinaus die Tatsache, dass die Fertigung von den Kunden direkt begleitet werden kann.
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| Nimmt schon einmal testweise in | © Volkswagen AG | |
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seinem zukünftigen Dienstwagen (hier die gepanzerte Version "Protect") Platz: Bundeskanzler Gerhard Schröder bei den Eröffnungsfeierlichkeiten | ||
Die Fertigung findet in der Gläsernen Manufaktur auf mehreren Ebenen statt. Kernelement der neuen Fertigungslinie ist das sogenannte Schuppenband. Mit gewöhnlichen Fließbändern hat es nur noch die Taktsteuerung in Montageschritte gemeinsam. Die Oberfläche des Schuppenbandes selbst besteht aus jeweils 29 Einzelgliedern, die auch vollständig mit Parkett belegt sind und die zu montierenden Fahrzeuge mitführen. Weitere Kennzeichen sind u.a. die Stromversorgung auf induktivem Weg und eine neuartige indirekte Beleuchtung. Alle für die Montage benötigten Teile begleiten in einem "Warenkorb" das jeweilige Fahrzeug.
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| Umweltfreundlich und "just in time": Die | © Volkswagen AG | Teile kommen vom Stadtrand per Straßenbahn "CarGoTram" |
Gleichzeitig entstand mit der citynahen Manufaktur auch ein neues Logistiksystem. Hierbei pendeln eigens entwickelte Straßenbahnzüge (CarGoTram) umwelt- und verkehrsfreundlich auf dem städtischen Straßenbahnnetz mit vorgefertigten Teilen zwischen dem außerhalb gelegenen Logistikzentrum und der Gläsernen Manufaktur.
Mit hohem Aufwand an das Stadtbild angepasst wurden die rund 50.000 Quadratmeter großen Außenanlagen; etwa 6 Millionen Euro flossen in das Manufaktur-Umfeld am Straßburger Platz, rund 100 Meter entfernt vom Botanischen Garten. Das von weitem sichtbare Erkennungszeichen der Manufaktur ist ein fast 40 Meter hoher Glasturm, in dem die fertigen Fahrzeuge auf ihre Abholung warten - ganz wie in der Wolfsburger Autostadt.
Nach Unternehmensangaben wird in dem Dresdner Montagewerk im Stadtzentrum später auch der gemeinsam mit Porsche entwickelte Geländewagen montiert, der bislang unter dem Namen "Colorado" bekannt war, nach jüngsten Medienberichten jedoch "Tuareg" heißen soll. Präsentation soll noch in diesem Jahr sein. Bei voller Auslastung der Fabrik können in der sächsischen Landeshauptstadt bis zu 800 Mitarbeiter täglich 150 Fahrzeuge aus vorgefertigten Teilen zusammensetzen. Derzeit arbeiten bereits rund 250 Beschäftigte an der Vorserie. Insgesamt und langfristig sollen Prognosen zufolge durch Zulieferer und Dienstleister im Umfeld der Manufaktur bis zu 3.000 weitere Arbeitsplätze entstehen.
Im Zuge der Werkseinweihung in Dresden hat das Unternehmen auch den endgültigen Namen für den bislang als "D1" bekannten großen Volkswagen bekannt gegeben »















