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Jubiläums-Sprinter mit Jubiläums-Motor / 600.000 DDR-Lkw und 400.000 Mercedes-Nfz
Eine Million Nutzfahrzeuge aus Ludwigsfelde
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| Jubiläums-Sprinter und DDR-Lkw | Daimler |
| W50 im Mercedes-Werk Ludwigsfelde | |
Michael Humpert, Werkleiter und Geschäftsführer der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH: "Unser Werk blickt auf eine sehr bewegte und nicht immer einfache Geschichte zurück. Umso mehr freuen wir uns, dass wir heute dieses Produktionsjubiläum gemeinsam feiern können." Er dankte den aktuell rund 2.240 Beschäftigten für ihren Einsatz.
Beim offiziellen Festakt ließ ein kurzer Filmzusammenschnitt die Gäste in die 45-jährige Werkshistorie eintauchen. Stellvertretend für alle bisher in Ludwigsfelde produzierten Baureihen waren zudem sieben Fahrzeuge ausgestellt.
Ludwigsfelde ist ein Standort mit einer langen industriellen Tradition. Bereits 1936 wurden die Daimler-Benz Flugmotorenwerke Genshagen errichtet, wo während des Krieges auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Nach der Zerstörung im Krieg erfolgte die Demontage in der Nachkriegszeit. In den 1950er-Jahren wurde ein VEB Industriewerk wiederbegründet, ab 1965 begann der Aufbau eines Automobilwerks. Zu dieser Zeit startet die Serienproduktion von IFA-Nutzfahrzeugen, dem W 50 und L 60.
Bis zur Wiedervereinigung wurden rund 600.000 dieser Lkw produziert. Anfang 1991 liefen in Ludwigsfelde die ersten Mercedes-Lkw vom Typ LN2 (landläufig als 814er bekannt) vom Band, bis 1994 die damalige Daimler-Benz AG das Werk komplett übernahm. Im Juli 1996 erfolgte der Serienstart des Großtransporters Vario, der bis heute in Ludwigsfelde produziert wird und dessen Weiterführung erst kürzlich beschlossen worden war. Zwischen 2002 und 2005 entstand in Ludwigsfelde der oft belächelte und nicht erfolgreiche Mercedes Vaneo. Seit 2006 werden in Ludwigsfelde - neben dem Schwesterwerk Düsseldorf - auch die offenen Baumuster des aktuellen Sprinter und VW Crafter gefertigt.












