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Produktion des Golf Citi in Südafrika ausgelaufen
VW: Aus für den Ur-Golf
Denn während in Deutschland 1983 die zweite Golf-Generation ihr Debüt gibt und mit den schrägen Rückleuchten das Publikum erst kurz verstört und später mit hervorragender Rostvorsorge und hoher Ausgereiftheit verwöhnt, bleibt der Golf I am Kap zwar nicht ganz sich selbst treu - einige Golf-II-Elemente werden als Facelift eingeführt -, wohl aber im Grundsatz unverändert. Fortan hieß das Auto Citi. Insgesamt liefen nach VW-Angaben insgesamt 517.384 Golf I in Südafrika vom Band, darunter 377.484 Citis.
In den folgenden 25 Jahren wurde die Baureihe ständig leicht aufgefrischt und mit limitierten Sondermodellen am Leben erhalten. Sogar einen Airbag gab es im Citi. Trotz des insgesamt veralteten Konzepts war der Citi in Südafrika bis zuletzt ein beliebtes Auto, und das nicht nur wegen des geringen Preises von umgerechnet 7.400 Euro für das Basismodell.
Nun aber ist, wie schon länger erwartet, das Ende des Klassikers gekommen. "Heute verkünden wir das Ende einer Auto-Legende", sagte VW-Südafrika-Chef David Powels am Montag in einer Pressekonferenz. VW hat die aufwändige, weil teilweise noch nicht automatisierte, Citi-Produktion zugunsten einer erweiterten Polo- und Jetta-Fertigung aufgegeben. Pläne für die zukünftige Modellpolitik in der Kleinwagen-Klasse sollen im kommenden Frühjahr vorgestellt werden.
Unter der Bezeichnung Mk1 werden derzeit die letzten Citis abverkauft. Das auf 1.000 Exemplare limitierte Sondermodell, wie alle Citis der letzten Jahre ein Rechtslenker, wird von einem 1,6-Liter-Benziner mit 100 PS angetrieben. Erkennungsmerkmale sind u.a. 15-Zoll-Aluräder, dunkel getönte Rückleuchten, Chromschmuck an der Front und nicht zuletzt einem früher bei Golf-I- und II-Fahrern sehr beliebten Extra - dem Doppelscheinwerfergrill.
Er lief und lief und lief. R.I.P., Ur-Golf.












