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Van Hooydonk folgt als oberster Design-Chef auf Chris Bangle
Stabwechsel im BMW-Design
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| BMW | |
| van Hooydonk, Bangle | |
Das Auto-Design aus der Feder von Chris Bangle war zum Teil sehr umstritten. Dies gilt insbesondere für die gerade auslaufende Generation des Z4 und den Vorgänger der aktuellen 7er-Reihe, der die Kundschaft mit dem aufgesetzt wirkenden Kofferraumdeckel und den "Tränensack"-Scheinwerfern viel Toleranz abverlangte - Details, die notabene später auch von anderen Autobauern aufgegriffen wurden. Bangle war auch verantwortlich für die Neuauflagen der 3er- und 5er-Reihe und die vielen in seiner Zeit neu eingeführten Baureihen, konkret für X3, X5, X6, 1er, 6er, 6er Cabrio sowie Mini und Rolls-Royce Phantom. Er zeichnete außerdem den BMW Z8 und - vielleicht sein bester Wurf - den Z3.
Bangle wolle in einem "neuen Lebensabschnitt" eigene Designprojekte auch außerhalb der Automobilindustrie verfolgen, hieß es, werde dem Unternehmen aber weiterhin "eng verbunden" bleiben. Mit Adrian van Hooydonk habe ein sehr erfahrener Mann seine Nachfolge angetreten, sagt Bangle. "Ich bin davon überzeugt, dass er die Designstrategie der BMW Group für alle drei Marken, die wir jahrelang gemeinsam umgesetzt haben, weiter vorantreiben wird."
Van Hooydonk (44) war seit 2004 Leiter des Designs der Marke BMW. Er kam 1992 nach der Ausbildung an der Universität Delft in den Niederlanden und am Art Center Europ in Vevey/Schweiz als Designer zu BMW in München. 2000 ging er zu DesignworksUSA nach Kalifornien; von 2001 bis 2004 leitete er die Designagentur, die inzwischen Studios bei Los Angeles, in München und Singapur betreibt und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und Ländern zu ihren Kunden zählt.
Zu den wichtigsten Arbeiten van Hooydonks gehört das Z9 Concept Car, die 2007 vorgestellte Studie Concept CS und die aktuellen Generationen von Z4 und Siebener-Reihe.












