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Donnerstag, 7. Mai 2026
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E-SUV mit neuer Frontpartie

Nissan Ariya: Teures Facelift

Der Nissan Ariya ist schon seit vier Jahren auf den Markt, aber auf den Straßen kaum zu sehen. Nun schicken die Japaner eine aufgehübschte Variante an den Start, die dem Auto neuen Schub verleihen könnte – hätte Nissan nicht so krass an der Preisschraube gedreht.

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Zum neuen Modelljahr erhält der Nissan Ariya eine neu gezeichnete Frontpartie. Sie verzichtet auf den bisher angedeuteten Kühlergrill und integriert eine wesentlich ruhiger gezeichnete Frontschürze. Wichtigste Änderung ist aber das neu positionierte Tagfahrlicht, das dem E-SUV eine deutlich bessere, elegantere, breite Anmutung verleiht. Insgesamt erinnert die Frontpartie jetzt an das Design des Nissan Leaf. Insgesamt: Jetzt sieht der Ariya jetzt (von vorne) so aus wie er schon von Beginn an hätte aussehen können und müssen.

Die Heckpartie und auch die Seitenansicht hat Nissan nicht überarbeitet, sieht man vom neuen Außenlack "Plasma Green" mit schwarzem Dach und von neu gestalteten 20-Zoll-Rädern ab, die Elemente aus Aluminium und Kunststoff kombinieren und serienmäßig die bisherigen 19-Zöller ablösen. Die neue Farbe ist aber künftig offenbar die einzige, die noch mit einem schwarzen Dach kombiniert ist. Auch blauer und kupferfarbener Lack entfallen.

Im Innenraum versteht sich die Ambientebeleuchtung künftig mit 64 Mal mehr Farben als bisher (eine), außerdem verbaut Nissan jetzt eine veränderte Mittelkonsole mit größerem Stauraum und besser positionierten USB-Buchsen. Der induktive Handylader ist fortan gekühlt und in der Leistung auf 15 Watt gesteigert – nicht gerade ein ernstzunehmendes Update, wenn viele moderne Handys kabellos 25, teilweise schon 50 Watt aufnehmen können.

Weitere Neurungen sind die Integration von Google-Diensten ins Infotainment-System, inklusive Google-Maps-Routenplaner mit Ladestopp-Planung und Akku-Vorkonditionierung. Das Head-up-Display ist künftig Standard, ebenso der fast überall sonst aufpreispflichtige V2L-Adapter.

Der Around-View-Monitor erzeugt mit seinen acht Kameras künftig noch mehr Details inklusive des Modus "durchsichtige" Motorhaube". Bis zu vierzig Punkte können eingespeichert werden, an denen die Frontkamera sich für eine bessere Übersicht automatisch einschaltet. Auch den Spurhalte-Assistenten und das Pro-Pilot-System will Nissan verbessert haben.

Außerdem ist von einem überarbeiteten Fahrwerk für mehr Stabilität, weniger Vibrationen und ein noch ruhigeres Fahrgefühl die Rede. Details dazu liegen nicht vor.

Auch das Modellprogramm haben die Japaner überarbeitet. So ist das bisherige Basismodell mit 218 PS und 63-kWh-Batterie nicht mehr verfügbar, ebenso wurde der betont sportliche, 435 PS starke Ariya Nismo schon wieder gestrichen. Mangelnde Nachfrage darf hier als Grund angenommen werden. Es verbleiben demnach der Fronttriebler mit 242 PS und die Allrad-variante mit 306 PS, jeweils in Kombination mit dem 87 kWh großen Akku.

Eine neue Gesamt-Preisliste ist noch nicht verfügbar, wir gehen aber davon aus, dass das Basis-Niveau zusammen mit dem Basis-Antrieb gestrichen wurde. Als Basispreis gibt Nissan jetzt 58.840 Euro an, das sind über 5.300 Euro mehr als bisher für die 245-PS-Variante aufgerufen wurden. Das Allrad- und Leistungs-Update im Topmodell berechnet der Autobauer mit 5.000 Euro gegenüber bisher 4.000 Euro. Das Topmodell ist demnach mit dem Facelift mehr als 6.300 Euro teurer geworden.

Dass sich die Japaner damit einen Gefallen tun, wagen wir stark zu bezweifeln. Da hilft es auch nicht, wenn Nissan dem Ariya "Premium-Charakter" attestiert. Die Konkurrenz gerade in diesem Segment ist groß.
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