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Freitag, 15. Mai 2026
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Produktion in Spanien

Opel bringt neues SUV auf Leapmotor-Basis

Die Gerüchteküche weiß es schon länger, jetzt hat Opel offiziell bestätigt: Ein zusätzliches Elektro-SUV wird kommen. Wesentliche Komponenten stammen dabei erstmals vom chinesischen Stellantis-Partner Leapmotor, und auch der Bau wird nicht in Deutschland erfolgen.

Opel bringt neues SUV auf Leapmotor-Basis
Opel
So illustriert Opel die Ankündigung eines neues Elektro-SUV im C-Segment
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Opel wird sein aktuell aus Grandland, Mokka und Frontera bestehendes SUV-Angebot um ein viertes Modell erweitern. Es soll im C-Segment angesiedelt sein und voraussichtlich 2028 auf den Markt kommen.

"Das Projekt dient als Blaupause für eine effiziente globale Zusammenarbeit im Rahmen der von Stellantis und Leapmotor geplanten Erweiterung ihrer Partnerschaft", heißt es in einer Ankündigung des Autobauers im Vorfeld des Stellantis' Investor Day 2026.

Opel- und Stellantis-Deutschland-Chef Florian Huettl:
Unser neues SUV soll bei Opel in Rüsselsheim designt und erschaffen und von unseren internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt werden. Die Partnerschaft mit Leapmotor soll ermöglichen, das Fahrzeug in weniger als zwei Jahren zu entwickeln. Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden“, sagt Opel CEO Florian Huettl.
Das neue Modell soll voraussichtlich zentrale Komponenten der neuesten elektrischen Architektur sowie der Batterietechnologie von Leapmotor nutzen. Opel soll neben dem Design seine Fahrwerkskompetenz sowie Licht- und Sitztechnik einbringen.

Deutschland hat von den Plänen eher wenig, denn gebaut wird der Newcomer im spanischen Werk Saragossa, wo (schon seit 1982) auch der Opel Corsa sowie Peugeot 208 und Lancia Ypsilon vom Band rollen. Im gleichen Werk soll schon bald auch der Leapmotor B10, ebenfalls ein C-SUV, gefertigt werden.

Kürzlich hatte Stellantis eine abermalige Abwertung des Entwicklungszentrums von Opel am Stammsitz in Rüsselsheim verkündet. Dort sollen 650 der aktuell nur noch 1.650 (von einst über 6.000) Mitarbeiter abgebaut werden. Eine eigene Batteriezellfertigung wird Opel nicht bekommen.

Stellantis prüft unterdessen die Produktion eines weiteren neuen Leapmotor-Fahrzeugs im Werk Villaverde (Madrid) ab 2028. Dies würde die Zukunftsperspektive des Werks deutlich stärken, zumal dort das geplante Produktionsende des Citroën C4 bevorsteht.

Stellantis wurde im Oktober 2023 durch den Erwerb eines Anteils von ca. 21 % der größte Einzel-Aktionär von Leapmotor. Gleichzeitig wurde Leapmotor International ("LPMI") gegründet – ein Joint Venture, an dem Stellantis 51 % und Leapmotor 49 % halten. LPMI hat die Exklusivrechte für den Export, Verkauf und die Herstellung von Produkten von Leapmotor außerhalb von China, Taiwan, Hong Kong und Macau. Die spanische Tochtergesellschaft von LPMI soll auch neuer Eigentümer des Werks in Madrid werden.

Die Nutzung der Leapmotor-Technik und der gemeinsame Einkauf von LPMI soll den neuen Opel einerseits schnell auf den Markt bringen, andererseits für erschwingliche Preise sorgen. Ob das alles nachhaltig auf Opels Image und Zukunft einzahlt, ist eine andere Frage.
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