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Sportwagenhersteller stockt Beteiligung auf über 35 Prozent auf
Aktienzukauf: Porsche übernimmt Kontrolle des VW-Konzerns
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| Porsche hat | Porsche/VW|ak |
| die Kontrolle des VW-Konzerns erlangt | |
Mit dem Sprung über 35 Prozent der Stimmrechte erlangt Porsche die dauerhafte, faktische Mehrheit auf der VW-Hauptversammlung, da in den vergangenen Jahren meist nur rund 60 Prozent der Stimmrechte vertreten waren. Damit werden nun auch Arbeitnehmervertreter von Volkswagen in den Betriebsrat und in den Aufsichtsrat der Porsche-Holding (Porsche SE) einziehen.
Aufgrund der neuen Beteiligungsverhältnisse ist Porsche gesetzlich gezwungen, für die VW-Tochter Audi ein formales Pflichtangebot vorzulegen. Weil Porsche nach Wiedekings Worten Audi als "integralen Bestandteil" des VW-Konzerns versteht, wird für die Aktien nur der gesetzlich vorgeschriebene Mindestpreis von rund 487 Euro je Audi-Aktie geboten. Volkswagen hat erklärt, dass es das Angebot für seine 99,14 Prozent Audi-Aktien nicht annehmen wird. Praktisch verbleibt somit für das Pflichtangebot nur ein Streubesitz von 0,86 Prozent, was rund 370.000 Audi-Aktien entspricht.
Der Aufsichtsrat der Porsche SE hatte am 3. März 2008 grünes Licht für die Erhöhung der VW-Beteiligung auf über 50 Prozent gegeben. Daraufhin wurden alle notwendigen kartell- und aufsichtsrechtlichen Schritte eingeleitet. Die weitere Erhöhung der Beteiligung bis hin zur tatsächlichen Mehrheitsübernahme soll in den nächsten Monaten erfolgen.
Seit dem Porsche-Einstieg bei Volkswagen Ende September 2005 stieg die VW-Aktie von rund 50 auf aktuell bis zu etwa 210 Euro.












