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Freitag, 27. Mai 2022,
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Fotostrecke zum Geburtstag und Produktionsjubiläum

Zehn Jahre Smart: Ein Rückblick in Bildern

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Bild anklicken für Großansicht Wechselvolle Geschichte:
Zehn Jahre Smart
Daimler
Zehn Jahre ist es her, dass eines der ungewöhnlichsten Autos auf die Straßen rollte: Das "smart city coupé", das heute Fortwo heißt, bringt die Autowelt 1998 durcheinander. Pünktlich zum 10. Geburtstag lief am Mittwoch in Hambach der einmillionste Smart vom Band. Die Geschichte beginnt 1989: Nicolas G. Hayek, der umtriebige Erfinder der Swatch-Uhr, will ein kleines, trendiges Stadtauto auf den Markt bringen. Er geht mit seinem Projekt bei verschiedenen Autobauern hausieren und wird sich schließlich mit Volkswagen einig. Der 1991 geschlossene Vertrag wird jedoch zwei Jahre später wieder gelöst - der neue VW-Chef Ferdinand Piëch hielt von der Idee nur wenig.

Als Ersatz kommt 1994 Mercedes-Benz ins Spiel - Smart (Swatch Mercedes Art) wird als Unternehmen im schweizerischen Biel gegründet. Was viele verwundert, ist eigentlich eine konsequente Weiterverfolgung einer alten Mercedes-Idee: Bereits seit den frühen 1970er-Jahren arbeiteten die Ingenieuere in Stuttgart mit mehr oder weniger großem Elan an einem 2,50 Meter kurzen Stadtauto. Das Projekt verzögerte sich jedoch insbesondere aufgrund der angestrebten Sicherheit.

Weitere vier Jahre nach der Übereinkunft mit Hayek dauerte es, bis aus der Idee ein fertiges, serienreifes Auto geworden war - im September feierte der automobile Zwerg seine Weltpremiere auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt. Fachwelt und Besucher staunten: Mercedes kann noch kleiner als die für damalige Verhältnisse des Konzerns bereits kleine und ebenfalls neue A-Klasse. Verpackt in ein ungewöhnliches, zweifarbiges Design gab es auf 2,50 Meter Länge Platz für zwei Personen und kleines Gepäck bei annehmbarem Sicherheitsstandard. Heckmotor mit nur drei Zylindern, automatisiertes Getriebe, Mischbereifung, Glasdach - der kleine Winzling ging nahezu in allen Bereichen seinen eigenen Weg.

Die Produktion lief im Juli 1998 an. Als Standort für das Werk der schweizerischen Firma mit der deutschen Entwicklungsabteilung wurde Hambach in Frankreich gewählt. Nach Meinungsverschiedenheiten mit Hayek wurde Smart noch im gleichen Jahr eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der damaligen Daimler-Benz AG.

Zehn Jahre später kann die inzwischen vollständig in den Daimler-Konzern integrierte Marke auf eine höchst lebhafte Geschichte zurückblicken - voller Erfolge, Niederlagen und Umstrukturierungen. Vom Zukunftskonzept über den 08/15-Forfour, die teuren Roadster und idiotische Studien zum kurz vor der vollständigen Aufgabe stehenden Milliardengrab - und auch wieder zurück zum Fortwo der zweiten Generation, der sich trotz mancher Unzulänglichkeiten aktuell gut verkauft: Die Smart-Geschichte halbwegs vollständig zu erzählen, würde ein Buch füllen.

Autokiste geht auf einen bebilderten Streifzug.

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text  Hanno S. Ritter
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