archivmeldung Lesezeit ~ 2 Minuten
Infrarot-Kameras registrieren Müdigkeit und Unaufmerksamkeit
Saab testet Fahrer-Überwachungssystem
Der Unterschied etwa zu bereits erhältlichen Fahrspurassistenten und dergleichen liegt vor allem im Zeitpunkt der Warnung: Es handelt sich quasi um ein Frühwarnsystem, das nicht erst dann eingreift, wenn ein unbeabsichtigter Richtungswechsel stattfindet. Vielmehr soll die Technik die Symptome von potenziellen Gefahren detektieren und möglichst noch vor einer konkreten Gefährdung auszuschalten.
Und so funktioniert das System: Zwei Infrarot-Minikameras im Cockpit - eine am Fuß der A-Säule auf Fahrerseite und eine in der Mitte des Armaturenbretts - sind auf die Augen des Fahrers gerichtet. Von einer speziellen Software werden die Kamerabilder analysiert; sobald die Bewegung der Augenlider Anzeichen von beginnender Müdigkeit zeigen, wird Alarm ausgelöst. Gleiches gilt dann, wenn der Fahrer sein Blickfeld nicht auf die Straße vor ihm richtet, sondern länger als zwei Sekunden etwa am Radio rumspielt oder einer schönen Frau nachguckt. Dank Infrarot-Technik soll die Überwachung auch nachts funktionieren - oder wenn der Fahrer eine Sonnenbrille trägt.
Ab sofort unterzieht sich die Technik in einem Saab 9-3 mit verschiedenen Fahrern einem achtmonatigem Testprogramm auf öffentlichen Straßen. In dem Fahrzeug befindet sich ein GPRS-Sender, der im Minutentakt Daten an den Webserver der Universität Linköping weiterleitet. Dort werden Leistung und Funktionsweise des Systems analysiert.
Wann eine Serieneinführung ansteht, lässt Saab noch offen. Dann ist der Einbau nur einer Kamera geplant, die verborgen hinter den Hauptarmaturen untergebracht wird.











