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Flächendeckende Einführung mit bundesweiter Vorreiterrolle
NRW: Schock-Videos sollen Verkehrssünder zur Raison bringen
Die DVD mit Schock-Videos hat die nordrhein-westfälische Polizei aus internationalen Spots u.a. aus Großbritannien, Spanien und Österreich in den vergangenen Tagen zusammengestellt. Alle rund 360 "Verkehrssicherheitsberater" im Land erhalten sie in Kürze, um sie bei Kontrollen flächendeckend einzusetzen. Die Polizisten zeigen eins oder mehrere der ernüchternden Videos, die einen realistischen Bezug zu dem jeweils begangenen Verstoß haben.
Ein Kurzfilm zeigt beispielsweise, dass eine Mutter ihren quengelnden Jungen im Kindersitz nicht anschnallt. Plötzlich muss der Vater abrupt bremsen. Das Kind wird mit seinem Teddy durch die Windschutzscheibe geschleudert und verblutet auf der Straße. Danach zeigt der Clip das wünschenswerte Verhalten: Das Kind wird angeschnallt und überlebt.
Die Polizei in Gütersloh und Bielefeld nutzt abschreckende Videos bei Kontrollen bereits. "Das gesprochene Wort allein ändert eine Einstellung nur begrenzt. Wissenschaftliche Studien aus Österreich und Großbritannien haben bestätigt, dass Schock-Videos nachhaltig wirken und für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Das hat uns ermutigt, neue Wege zu gehen", erläuterte der Innenminister. Die Clips sollen auch jungen Fahranfängern etwa in Schulen gezeigt werden.











