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Club sieht Handlungsbedarf aus Sicherheitsgründen
ACE will mp3-Player im Straßenverkehr verbieten
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| ACE fordert Verbot | Volkswagen |
| von Musikplayern mit Ohrstöpsel-Nutzung | |
Die Gefahr, dass Auto- und Radfahrer, aber auch Fußgänger, Jogger und Skater durch die Musik so stark abgelenkt würden, dass sie akustische Warnsignale anderer Verkehrsteilnehmer schlicht überhörten, sei immens. Folglich erhöhe sich das Unfallrisiko. "Die Gefahr, verletzt oder gar getötet zu werden, ist längst nicht mehr nur eine theoretische Mutmaßung, sondern real", so Lempp unter Verweis auf eine junge Rollschuhfahrerin mit Musikplayer, die jüngst in Stuttgart von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt worden sei.
Bisher ist das mp3-Player-Verbot im Straßenverkehr keinesfalls klar geregelt, sondern nur mittels Auslegung der Straßenverkehrsordnung (StVO) anzunehmen. Abgesehen von § 1 der StVO - Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtsnahme - kommt noch § 23 StVO in Betracht, wonach ein Fahrzeugführer dafür verantwortlich ist, dass seine Sicht und sein Gehör nicht durch die Besetzung, Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.
Angesichts vermehrter "individueller Beschallung" durch die "rasante Verbreitung" von mp3-Playern sieht der ACE wachsenden Handlungsbedarf insbesondere auf dem Gebiet der Unfallverhütung und des Verkehrsrechts. "So richtig es war, den Gebrauch von Handys am Steuer zu verbieten, so falsch ist es, MP3-Player von diesem Verbot auszunehmen", so Lempp. "Wir wollen niemandem den Musikgenuss vermiesen, aber bei Selbst- und Fremdgefährdung hört der Freizeitspaß auf".












