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Innovativer integrierter Fahrradträger / Verstellbarer Laderaumboden
Opel Corsa: Das ist der Fünftürer
Ob Dach- oder Heckträger - unpraktisch sind und verstaut werden wollen sie beide, dazu kommt das schlechtere Fahrverhalten beim Dach- und die bei vernünftigen Lösungen letztlich unverzichtbare Anhängerkupplung beim Heckträger. Diese Problematik kennen auch die Autobauer, kümmern sich aber so gut wie nicht darum.
Opel darf hier als löbliche Ausnahme gelten: Die Ingenieure haben sich nämlich eine Art von Schublade ausgedacht, die sich aus dem hinteren Unterboden ziehen lässt und bis zu zwei Drahtesel aufnimmt. Bei Nichtbenutzung verschwindet sie unsichtbar und "platzneutral" im Stoßfänger. Die Lösung hatte Opel in ähnlicher Form bereits im sowieso überaus pfiffigen Konzeptauto "Trixx" im Frühjahr 2004 präsentiert, und zweifellos erinnert sie auch an den hierzulande nicht besonders erfolgreichen Renault Modus, ist aber wegen der entfallenden Montage und Lagerung noch praktischer umgesetzt.
"Wir setzen den Trend - das war unser Motto für den neuen Corsa", sagt Opel-Chef Hans Demant. Viele Menschen glaubten, dass der Fortschritt immer bei den großen Autos beginne und dann irgendwann auch kleinere erreich. FlexFix - so der Name des integrierten Fahrradträgers, beweise dagegen, dass es auch anders gehe.
Auch die weitere Neuheit des Corsa haben die PR-Leute mit einem Marketingbegriff versehen: "Dualfloor" bezeichnet einen in zwei Positionen höhenverstellbaren Ladeboden, der die horizontale Unterteilung des Gepäckabteils ermöglicht - Pate hat offenbar die wunderbare, rein mechanische Lösung in Mercedes A- und B-Klasse gestanden. Damit, so erläutert Opel-Marketing-Chef Alain Visser, lasse sich etwa eine Getränkekiste viel müheloser verstauen als bei herkömmlichen Lösungen. Visser: "Es sind oft die kleinen Dinge, die den Unterschied bedeuten und die das Leben schöner machen."
Da hat der Mann zweifellos Recht, und man darf hinzufügen, dass sich das durch "Dualfloor" ergebende "Geheimfach" unter dem Ladeboden ebenfalls als eine in der Praxis höchst praktische Angelegenheit erweist. Dazu kommt: In der oberen Position des Ladebodens ergibt sich bei umgeklappten Fondsitzen ein bis zu den Lehnen der Vordersitze durchgehend ebener Laderaumboden - keine Selbstverständlichkeit, und schon gar nicht im Kleinwagen-Segment. Nach den ersten Bildern zu urteilen verbleibt in dieser Konstellation dann auch zwischen Laderaumboden und -kante nur noch eine minimale Stufe - wichtig etwa für Hundebesitzer. Praktsich ist schließlich auch die Vorrichtung zum platzsparenden Verstauen der Gepäckraumabdeckung hinter den Rücksitzen.
Im übrigen entspricht der Fünftürer naturgemäß der bereits vorgestellten dreitürigen Version. Während diese, dem Vorbild Astra/Astra GTC folgend, den sportlichen Part spielt, gibt sich der Fünftürer erwachsener und wirkt zudem größer, was er aber de facto nicht ist. Schon wegen der in allen Varianten breiten Reifen (185er) wirkt das Auto angenehm bullig - einen Trick, den früher schon VW erfolgreich angewendet hat.
Fahrwerk (ESP nur gegen Aufpreis verfügbar) und Motorisierung (zunächst drei Benziner mit 60 bis 90 PS und zwei Diesel mit 75 und 125 PS) sind ebenfalls identisch mit dem Dreitürer, dies gilt auch für das Interieur und die Ausstattung. Mehr dazu finden Sie in dem nachfolgenden verlinkten Artikel.
Bei den Händlern steht der neue Corsa ab Oktober 2006; Bestellungen sind dort bereits ab dem 18. Juli möglich. Spätestens dann werden auch die Preise vorliegen.












